Dienstag, 15. Mai 2018

"Tag der offenen Gärten" :Gudrun Jesse´s Feuchtbiotop an der Elter Wassermühle


-krk In Elte gibt es am Pfingstsonntag (20. Mai) die Aktion „Tag der offenen Gärten“, die von der Projektwerkstatt „Klima Umwelt/Mitwelt und Naturschutz“ von der Bürgerinitiative Dorf.Land.Zukunft. (DLZ) ins Leben gerufen wurde. Dabei gewähren private Gartenbesitzer Einblick in ihre
ganz unterschiedlichen Gartenreiche. 


So hat Gudrun Jesse mit ihrem ungewöhnlichen Feuchtbiotop – Garten, in der Aue des Elter Mühlenbachs, einen regelrechten Schutzraum für Vögel, Insekten, Igel und andere Kleintiere geschaffen. „Natürlich macht so ein Garten auch Arbeit, aber wenn ich nach Hause komme und durch die Gartentür gehe, öffnet sich quasi die Pforte zur Entspannung und ich komm auf ganz andere Gedanken", sagt die Gymnasiallehrerin.
Auf der Rückseitigen ihrer alten Wassermühle steht eine urige Sitzecke, von dort blickt man durch Blumen hindurch auf die zwei Seerosenteiche, hinter denen eine große Feuchtwiese mit Rohrkolben, Schilf und Farnen zu sehen ist. 


Dieses Feuchtbiotop bewohnen Frösche, Eidechsen, Wasserhühner, Kaninchen, Nutrias, Fischreiher und zahlreiche Insekten. „Leider kommt hin und wieder auch mal ein Fuchs vorbei und holt sich eine meiner Gänse, aber das gehört in der Natur halt dazu“ weiß Jesse. Oft geht sie über ihre Wiese und pflückt Kräuter wie Spitzwegerich, Löwenzahn, Giersch oder Sauerampfer. Die Wildkräuter finden bei ihr sowohl in der Küche als auch bei Behandlung von kleinen Beschwerden Verwendung. 
Jede Pflanze hat hier ihre Geschichte, und für Besucher lohnt es sich zuzuhören und hinzuschauen. Der Garten mag sich nicht jedem auf den ersten Blick erschließen, doch wer sich Muße nimmt, erkennt, wie besonders dieses Stück Natur ist. „Es ist wichtig diese Vielfalt zu erhalten, dazu gehören natürlich auch die Insekten wie Bienen, Hummeln, und Schmetterlinge“, erklärt die Biologielehrerin. Insekten seien elementar wichtig für die Vermehrung vieler Pflanzen sowie für die Bestäubung von Obst und Gemüse. 

Gerade erst habe sie den Kirschbaum, der im Frühjahr besonders schön geblüht hatte, inspiziert und musste feststellen das die vielen vorhandenen Blüten leider kaum bestäubt wurden. „ Ohne Insekten gibt es keinen Ertrag. Daher sind Bienen und Co. also nicht nur von großer ökologischer, sondern auch von ökonomischer Bedeutung“, erklärt Gudrun Jesse.
Bei den beiden Führungen die um 12 und um 15 Uhr stattfinden, können Wildkräuter verkostet werden und natürlich dürfen die Besucher auch gerne mit Gudrun Jesse ein wenig fachsimpeln. Die alte Wassermühle an der Straße „ Zum Hermannsweg“ 16, liegt etwas versteckt, man erreicht sie nur über den Hof der Firma Brief und Mehr.

Im Bereich der Bockholter Emsfähre, Perlpilzweg 6, bietet Sarah El Masarweh am gleichen Tag vier Führungen jeweils um 11, 12, 14, und 16 Uhr an. Auch die Familie Hemker am Tannenweg 14 öffnet die Tore ihres Kultur- und Naturgarten und zwar ab 11 Uhr bis in die Abendstunden.


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