Montag, 4. Januar 2016

Spendentransport


 
-krk- Der Platz auf der Ladefläche wurde langsam knapp: Ein riesiger 40-Tonner stand zwar zur Verfügung, aber was sich in den Räumen des alten Pfarrheims der St. Ludgeruskirche in Elte angestaut hatte, war
einfach enorm. Kleidung, Bettzeug, Schlafsäcke, Decken, Fahrräder, Kinderspielzeug, Haushaltsgeräte und sogar Tische, Stühle und Schränke verstauten die vielen fleißigen Helfer der Gemeindecaritas Elte in dem LKW, um diesen dann in Richtung Rumänien zu schicken. „Das ist schon der 4. Lastwagen in diesem Jahr “ freute sich Pastor Vasilica Pana, der seit 2010 die „Rumänienhilfe“ in Elte ins Rollen gebracht hatte, schließlich kommt er aus aus dem Land und weiß, wo die Not am größten ist. 


Die Aktion, die in Kooperation mit der Caritas läuft, findet jedes Jahr Riesenanklang. Kein Wunder also das sich in den Räumen des Pfarrheims die Sachen bis zur Decke stapelten und nicht alle auf dem Transporter verstaut werden konnten. „Das überhaupt so viel auf einen einzigen LKW passt, ist einfach unglaublich“, staunte auch Margret Kellers, die eigentlich nur ihren Mann Helmut abholen wollte. Die Beiden sind schon lange Mitglieder der Gemeindecaritas und helfen immer da wo es gerade brennt. Helmut repariert seit einiger Zeit Fahrräder, die dann günstig an Hilfsbedürftige und Flüchtlinge verkauft werden. Einige der Räder landeten selbstverständlich auch auf dem Transporter, der sich noch am gleichen Tag in Richtung Rumänien auf den Weg machte.


Kellers ist es auch der zusammen mit den anderen Caritasmitgliedern das ganze Jahr über die Hilfsgüter sammelte und sie in den Räumen des alten Pfarrheims verstaute. Der Rentner ist froh das Pfarrheim bisher als geräumiges Lager nutzen zu können, doch das ist nun vorbei. Schon bald soll das Gebäude abgerissen werden. „Wir können jetzt erst mal nichts mehr annehmen weil wir nicht wissen wo wir die Sachen lagern sollen“, erzählt er mit bedrücktem Gesicht. Schon seit längerem sei man auf der Suche, doch noch habe man nichts Passendes gefunden. „Eine zugige Scheune hilft uns leider nicht weiter, schließlich müssen wir alles trocken lagern können.“

Einen ganzen Vormittag lang geht das Verladen der Hilfsgüter weiter. Fast passt nichts mehr rein, doch die Männer wissen sich zu helfen. Schnell wird eine der LKW-Türen geschlossen und ein jeder stopft noch zwei oder drei Kartons in die so entstanden Lücken, ein Kissen geht noch rein, ein Rollator findet noch Platz und auch die beiden Regenschirme werden mit hineingequetscht.
Jetzt kann es losgehen und der Fahrer macht sich auf den langen Weg nach Rumänien. Zweieinhalbtausend Kilometer und drei Tage Fahrt liegen jetzt vor ihm. In Rumänien genauer in Bacau wird er bereits sehnsüchtig erwartet. Vor Ort hilft dann die Caritas in Rumänien die Sachen möglichst schnell an die Bedürftigen zu verteilen.

Wer der Gemeindecaritas Elte helfen oder aber eine Unterbringungsmöglichkeit zur Verfügung stellen möchte kann sich unter Tel.: 05975 8343 bei Helmut Kellers melden.





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