Sonntag, 2. September 2012

Kreis Steinfurt sieht gelb

 


Manch ein Autofahrer, der am Freitagmorgen durch das Dörfchen Elte in Richtung Rheine fuhr, wurde ganz nervös, als er plötzlich mit der roten Polizeikelle aus dem Verkehr in eine Seitenstraße gewunken wurde.

Verkehrssicherheitsberater Christian Baumert hatte, im Rahmen der Aktion "Kreis Steinfurt sieht Gelb", zusammen mit seinen Kollegen und der Schülern der Klasse 4 der Ludgerus Grundschule die Geschwindigkeit der Fahrzeuge gemessen. Nicht alle waren zu schnell, auch diejenigen wurden herausgewunken die mit angemessener Geschwindigkeit fuhren.

So auch Norbert Hanke der ein wenig erschrocken registrierte, dass Polizist Baumert und die Kinder mit ihrer ...
... Klassenlehrerin Ingrid van Beers ihn dort erwarteten. Als die Kinder ihm den Grund erklärten, atmete Hanke hörbar auf und freute sich über den gelben Dankzettel mit dem "Lob-Daumen" und den leckeren Apfel den ihm die Kinder übberreichten. „Ich weiß doch, dass hier Tempo 50 ist. Daran muss ich mich halten“, sagte der aufmerksame Rentner schmunzelnd.


Leider gab es schon kurz darauf eines der negativen Beispiele. Mit 72 Stundenkilometern rauschte ein auswärtiger Fahrer in die Radarfalle. Er nahm die Ermahnung der Kinder, das Knöllchen in Form einer Kartoffel und einen gelben „Denkzettel“ zerknirscht entgegen. „Es tut mir wirklich leid. Ich entschuldige mich", sagte er. Großzügig nickten die Kinder, doch der Faher kam nicht umhin ein saftiges Bußgeld zu zahlen.

"In den vergangenen sieben Jahren hatten wir hier in Elte, während unserer Aktion, noch nie Jemanden der so schnell durch das Dorf gefahren ist", berichtet Christian Bäumer überrascht. Bis lang blieb es bei der Aktion nur bei einer Verwarnung, doch in diesem Jahr messen die Polizeibeamten die Geschwindigkeit mit einem geeichten Messgerät und können auch Bußgelder erheben.

Ein der "erwischten" Autofahrer sagte "Die Ermahnungen der Kinder wirken besser als die Belehrung durch die Polizei." Viele bedankten sich sogar für den Denkanstoß bei den Kids.
Was am Ende blieb waren nachdenkliche Autofahrer und Kinder, die sichtlich Spaß an der Aktion hatten.krk





Quelle: Münstersche Zeitung

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