Donnerstag, 28. März 2013

Stadtteilbeirat Elte

 

Wiedereinmal war der Saal der Gaststätte „Eggert“ in Elte zum Bersten gefüllt als sich die Sitzung des Stadtrats Elte, am Dienstagabend, vor allem um die derzeitige Situation des Kindergartens St. Ludgerus drehte.

Etwa 50 Zuhörer waren anwesend als die Vorsitzende des Stadtteilbeirats Gertrud Vater das Wort an den Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses Dieter Fühner übergab. Dieser zeigte sich beeindruckt von dem...
... großen Interesse der Elteraner und kam dann auch direkt zum Thema: „ Der Kindergarten St. Ludgerus den es bereits seit 40 Jahren gibt, hat uns immer mal wieder beschäftigt. Seit langem ist eine Sanierung und die U3-Fähigkeit im Gespräch. Die Sanierung ist nun bewilligt und wird gleich so ausgeführt das der Kindergarten U3 fähig wird.“
Die Kosten dafür übernehme allerdings nicht das Land, dieses schiebe es auf die einzelnen Kommunen ab. Die Verwaltung des Jugendhilfeausschusses wolle nun einen Ausgleich für die finanziellen Mittel schaffen. Auch der Träger des Kindergartens , das Bistum Münster, würde sich mit 50 Prozent an den Kosten beteiligen.

Raimund Gausmann Fachbereichsleiter der Stadt Rheine für Jugend, Familie und Soziales berichtete das insgesamt 47 Kinder in St. Ludgerus angenommen werden konnten und das der Kindergarten damit leicht überbelegt sei. „Leider mussten zwei Ü3 Kinder abgelehnt werden.“ Auf Einwände seitens der Zuhörer „wie es denn sein könne das zwei Ü3 Kinder zu Gunsten zweier U3 Kinder abgelehnt werden konnten“ entgegnete Gausmann: „Wovon wir uns alle verabschieden müssen ist das mein Kind einen Platz am heimatlichen Kindergarten bekommt! Dieses ist einfach nicht immer möglich.“

Kindergartenleiterin Sigrid Niehoff fügte an das eines der Kinder in einer Spielgruppe und das Andere in einem Mesumer Kindergarten untergebracht werden konnte. „Selbstverständlich bekommen diese Kinder die Chance nachzurücken falls ein anderes Kind abspringen sollte. Das wurde auch so mit den betroffenen Familien abgesprochen.“

Auf die Frage eines Vater wie denn die Sanierung des Kindergartens aussehen solle und wie die Erzieherinnen den neuen Aufgaben gewachsen sein sollen, antwortete Raimund Gausmann: „Es wird Übergangslösungen geben.“ Welche genau könne er im Moment aber noch nicht sagen. Sigrid Niehoff fügte noch hinzu: „ Mein Team und ich geben unser Bestes und gehen bis an unsere Grenzen aber das ist in allen Einrichtungen so.“

Tagespunkt 3 des Stadtteilbeirates betraf die Ludgrusschule Elte. Gertrud Vater bedankte sich noch einmal bei den Elteranern für die große Unterstützung im Kampf gegen die Schließung der Schule. „Ich denke das ist der richtige Schritt den Verbund mit der Johannesschule einzugehen.“

Danach ergriff der Leiter der Johannesschule Gerrit Feld das Wort und sagte: „ Hut ab vor dem was Elte auf die Beine gestellt hat, das war großartig. Für die neue Situation der beiden Schulen brauchen wir sicherlich viel Fingerspitzengefühl. Mein Wunsch ist es das es klappt auch wenn es sicherlich hier und da mal ruckeln wird.“

Leiter der Johannesschule Gerrit Feld

Frank Wältring der in Vertretung von Birgitt Overesch für die neue Initiative Dorf-Land-Zukunft warb, machte darauf aufmerksam das es im Mai einen Workshop geben werde. Dort sollen Ideen generiert und An- und Umsätze ausgearbeitet werden um Lust auf ein Leben in Elte zu machen. Insgesamt 17 Vereine und Verbände aus Elte seien an der Initiative beteiligt.

Wältring fasste seine und die Motivation der Elteraner mit den Worten: „Nur so lässt sich verhindern, dass Elte und andere Dörfer nur grüne aber greisende Schlafstätten von Rheine werden. Nur so lässt sich sichern, dass Heimat für Kinder auf dem Lande eine Zukunft hat“, zusammen.

Der letzte Tagespunkt bezog sich auf vier neue Hundekotbeutelspender. Gertrud Vater fragte die Anwesenden nach Vorschlägen wo diese aufgestellt werden sollen. Die neuen Standorte lauten Wellertstraße, Franz-Joesf-Straße, Südhoeh und das Kiärkpädken. krk
Quelle: Münsterländische Volkszeitung

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