Freitag, 7. Juni 2013

Natur und Jagd Besuch von Dieter Hupe



Alle Teilnehmer der Veranstaltung der Initiative Natur und Jagd im Kreis Steinfurt sorgten im vollen Saal in der Gaststätte Eggert in Rheine-Elte für eine Atmosphäre ohne unsachliche und einseitige Angriffe auf diejenigen, die verantwortlich sind für das im NRW-Koalitionsvertrag vereinbarte neue Landesjagdgesetz.

Hauptverantwortlich für den Erfolg des Abends, an dem Betroffene aus dem gesamtem Kreisgebiet teilnahmen, war der frühere stellvertretende Hauptgeschäftsführer des NRW-Landesjagdverbandes und auch Experte für die Ausbildung von Hunden Dieter Hupe. Auf Bitte der beiden Initiatoren der seit einigen Monaten tätigen Initiative Lothar Golde und Reinhold Hemker stellte er die
Eckdaten des Landesjagdgesetzes vor, das seit 2010 in Rheinland-Pfalz gültig ist.

Reinhold Hemker hatte eingangs auch die Elter Jagdhornbläsergruppe begrüßt, die mit den Signalen Sammeln der Jäger und Begrüßung die Veranstaltung einleitete. Erfreut zeigten sich die zahlreichen Teilnehmer auch über die Teilnahme des Kreisvorsitzenden und Bundestagskandidaten der Grünen Hermann Stubbe. „Denn es ist“, so auch der Moderator der Veranstaltung Lothar Golde, „ein Minister aus den Reihen der Grünen, der wohl Anfang 2014 den Gesetzesentwurf für ein neues Jagdgesetz in NRW einbringen muss.“

Dieter Hupe verwies darauf, dass das Land Rheinland-Pfalz 2010 als erstes Bundesland ein eigenes Landesjagdgesetz mit einheitlichen Regelungen unter Berücksichtigung des Bundesjagdgesetzes eingeführt hätte. Mit Ausnahme des bundeseinheitlichen Rechtes der Jagdscheinerteilung seien in 55 Paragraphen alle die Jagd betreffenden Vorschriften landesrechtlich geregelt.
Mit dem Gesetz sei auch versucht worden, einen Kompromiss für die verschiedenen Betroffenen wie Pächter und Verpächter, aktive Jäger und direkt und indirekt beteiligte Landwirte, am Naturschutz Beteiligte, Imker, Angler und im Bereich des Tourismus Engagierte zu erreichen. Das sei in Rheinland-Pfalz wohl gelungen, wie es nicht nur in Fachkreisen gesagt werde. Deswegen und auch wegen der personellen Verbindungen zwischen NRW und Rheinland-Pfalz, unter anderem über den früher in NRW und jetzt in Rheinland-Pfalz tätigen Staatssekretär Dr. Griese, sei zu erwarten dass im Referentenentwurf aus dem „Remmel-Ministerium“ das rheinland-pfälzische Gesetz eine wichtige Rolle spielen werde.
Mit praktischen Beispielen erläuterte er dann die Grundsätze „Wald vor Wild“ und Tierschutz mit Bezug zum § 31 des Gesetzes: - „Den Erfordernissen des Waldbaus und der Vermeidung von Wildschäden ist der Vorrang vor der zahlenmäßigen Hege einer Wildart zu geben.“

Weitere Themen des Abends waren der Jagdschutz durch fachkundige Jagdscheininhaber, die Funktion der Jagdaufseher, die Bedeutung der Bewirtschaftungsbezirke für Dam- und Rotwild und das eigenverantwortliche Engagement von Grundeigentümern und Jägern.
Bei den zahlreichen Zwischenfragen und Hinweisen zu der Bedeutung der Naturschutzgebiete, der landschaftlichen Unterschiede und der Veränderung der Landschaften durch den stärker gewordenen Anbau von Mais, der Funktion der Berufsgenossenschaften und der Jagdgäste wurde das Engagement der erschienenen Hegeringsmitglieder und Interessenten deutlich.
Verbunden mit dem Dank an Dieter Hupe sagten Lothar Golde und Reinhold Hemker zu, die Betroffenen weiterhin über den Fortgang der Gespräche in Düsseldorf zu informieren. Krk

Anfragen und Anregungen können an buergerbuero-hemker@unitybox.de, Tel. 0178-6975490 und Lothar Golde , Tel. 05481-6219 gerichtet werden.


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