Samstag, 5. Oktober 2013

2. Dorfkonferenz


Auf der 2. Dorfkonferenz der Initiative Dorf.Land.Zukunft. die im Gasthaus Eggert in Elte stattfand, warfen die über 100 Teilnehmer einen Blick zurück auf die Aktivitäten der Projektwerkstätten, lernten von den dabei gemachten Erfahrungen, schauten nach vorne und planen jetzt bereits die nächsten Schritte für die Zukunft.

Die Initiative die sich als Mitmach-Werkstatt versteht, hat gemeinsam mit
viel Spass und Engagement konkrete Events und Zukunftsprojekte gestartet und sprüht derzeit nur so vor Umsetzungslust“, sagte Frank Wältring während seiner Begrüßungsrede. Unterstützung hatte er dabei von seiner Comoderatorin Helena Hövels die gemeinsam mit Wältring durch das weitere Programm des Abends führte. „Die Initiative Dorf.Land.Zukunft. versteht sich als Mitmach-Werkstatt. Ihr habt in den vergangenen vier Monaten viele Projekte auf den Weg gebracht und eine spürbare Belebung des Dorfes erreicht. Jetzt wünschen wir uns einen weiteren Aufwärtstrend und vor allem weitere Impulsgeber, Unterstützung und neue Ideen“, so Hövels.

Bürgermeisterin Dr. Angelika Kordfelder hatte es sich nicht nehmen lassen ebenfalls an diesem Abend dabei zu sein und sagte : „Ich habe mir bisher nur beschreiben lassen wie hier in Elte die Post abgeht, nun bin ich gespannt darauf zu sehen wie sich ein ganzes Dorf gemeinsam auf den Weg in die Zukunft macht.“ Sie überbrachte ein Kuvertgeschenk um das Projekt auch finanziell zu unterstützen.

Frank Wältring berichtete von den verschiedenen erfrischenden Veranstaltungen die in der kurzen Zeit bereits umgesetzt wurden.. Hierzu zählten Studienreisen (zu denen ein kurzer Film gezeigt wurde), Begegnungs - Events wie ein Open-Air-Kinoabend, eine Dorfralley, ein Menschenkicker und die Ausstellung „Erinnerungen“ die auf dem Kartoffelfest gezeigt und in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Elte organisiert wurde. Kerstin Hemker fand gleich die passenden Worte für die gelungene Ausstellung Unser Ziel ist es immer, bestehende Aktivitäten im Dorf zu ergänzen, nicht zu ersetzen”, betonte Wältring.

Als nächstes wurden positive wie auch negative Stimmen aus dem Dorf gesammelt, auf Papiersprechblasen geschrieben, verlesen und danach auf eine Wäscheleine gehängt. Positive Stimmen waren zum Beispiel: „“Es wird nicht nur geredet sondern auch gehandelt“, Stärkung des Heimatvereins“, „Professionelles Umsetzten der begleitenden Maßnahmen wie Flyer und Homepage“ und „Verbindungen über die Grenzen des Dorfes hinaus“. Negative Stimmen gab es nur wenige, einige der Befürchtungen waren unter anderem „Konkurrenzdenken“, „Fehlende Finanzierung“ oder „Angst vor dem Einschlafen der Aktivitäten“.

Nun stellten die einzelnen Projekt Werkstätten ihr Arbeit und Projekte vor. Reinhold Hemker Sprecher der Gruppe Dorfattraktivität und Tourismus warf die Frage : „Wie können wir Elte über die Grenzen des Dorfes hinaus bekannt machen?“ in den Raum, und erklärte: „Uns ist wichtig Touristen längerfristig in Elte zu halten.“ In Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverein Rheine versuche die Projektwerkstatt interessante Angebote zu erstellen. So sei bereits für den 26.Oktober eine kulinarische Wanderung geplant. Allerdings müsse man mindestens 25 Anmeldungen haben damit der Verkehrsverein die Veranstaltung auch bewerbe.

Gabi Scheipermeier berichtete glücklich darüber das sie mit ihrer Gruppe „Begegnung Jung und Alt“ und der Veranstaltung des Open-Air-Kinoabends nur offene Türen eingelaufen habe. „Der Abend war so ein toller Erfolg, das wir bereits jetzt einen ähnlichen Event Mitte Januar planen.“ Auch werde die Gruppe weiter so fleißig am Ball bleiben. Besonders freute sich Scheipermeier über vier Personen die ihr Interesse bekundeten in der Gruppe mitzuwirken.

Gleich zwei Mitglieder der Kommunikationsgruppe erläuterten den großen Aufgabenbreich dieser Werkstatt. „Unsere größte Aufgabe war und ist es, alle und ich meine wirklich alle Elteraner Bürger mit unseren Informationen zu erreichen. So kam es zu der eigenen DLZ-Homepage www.dorflandzukunft.de, einem eigenen Newsletter, dem Facebookauftritt, verschiedenen Flyern und diversen Pressemitteilungen“, sagte Christoph Heckmann und Judith Fieker fügte ergänzend hinzu: „Wir sammeln alle Infos der unterschiedlichen Projektgruppen und veröffentlichen diese, damit ein reger Austausch von Ideen stattfinden kann.“

Ingrid Rennemeyer vertrat die Gruppe „Wohnen im Alter“. In ihrem Projekt seien so kurzfristig keine Lösungen vorzuweisen, man sei aber auf einem guten Weg und für jede neue Idee oder Anregung offen.
Heinz Schrader aus der Gruppe „Nahversorgung“ sagte“Ich arbeite schon so viele Jahre an dem Projekt eines Dorfladens und das gestaltet sich mitunter nicht sonderlich leicht aber so nahe wie jetzt waren wir einem Erfolg noch nie. Es seien aber noch viele Gespräche zu führen. Vor allem eine geeignete Standortsuche gestalte sich als sehr schwierig.

Das Thema „Bauen in Elte“ kam an diesem Abend auch nicht zu kurz. Hubert Scharf wies auf den demografischen Wandel und auf leerstehende Häuser hin. Er wünsche sich eine Immobilienliste in der alle über kurz oder lang zum Verkauf stehenden Gebäude in Elte.

Die Gruppe „Angebote Kinder und Jugendliche“ konnte einen Erfolg in Sachen Bolzplatz verzeichnen. Gleich zwei geeignete Grundstücke ständen nun zur Auswahl. Finanzielle Unterstützung gäbe es durch die Stadt. Der Stadtteilbeirat Elte habe bereits alle Anträge hierfür eingereicht.

Die Werkstatt Kindergarten und Schule zeigte Bilder von der Dorfrallye und lud zum „Sporteln“ ein. Auch das Thema „Nahverkehr“ stieß auf viele Interessierte. Ab 2014 gäbe es die Möglichkeit in halbstündiger Taktung mit dem Bus nach Mesum oder Rheine zu fahren, auch seien die Preise angeglichen worden.

Anschließend wurden neue Iden gesammelt die den einzelnen Projektgruppen zugeordnet wurden. So gab es Wünsche wie ein Musikgarten für kleine Kinder, Märchenabende, ein Weihnachtsmarkt und einen Bilderband über die Ausstellung „Erinnerungen“.

Zum Abschluss des Abends wies Frank Wältring noch einmal darauf hin: „ das die Projektwerkstätten keine geschlossenen Arbeitsgruppen mit immer gleichen Menschen sein sollen, sondern sich immer auch wieder für jedes konkrete Projekt neu zusammensetzen können. Das heißt auch es ist keine ewige Verpflichtung notwendig.“

Genau diese Aussage finde ich richtig klasse“, sagte Monika Wietkamp. Die junge Frau spielt nicht mehr mit dem Gedanken nach Elte zu ziehen, sie ist sich inzwischen sogar ganz sicher die richtige Ortswahl getroffen zu haben. „Sobald wir hier eine passende Wohnung gefunden haben werde ich mich, so weit es meine Freizeit zulässt, einem der Projekte anschließen“, sagt sie begeistert.

Bodo“ (Josef Schnellenberg) ist Frank Wältring sogar dankbar. „Frank hat mich bereits beim ersten Workshop aufgeweckt und mir die Augen geöffnet. Nicht nur die Alteingesessenen sondern auch die „Neuelteraner“ haben richtig gute Ideen die wir nur gemeinsam umsetzen können.“

Helena Hövels fand es beeindruckend, dass trotz des langen Wochenendes so viele interessierte Zuhörer kamen und sich darunter auch „Zuwachs“ aus der Bürgerinitiative Bevergerns befanden, die ihrerseits zu einem Gegenbesuch einluden. Wichtig sei für sie auch der Aspekt von der Verknüpfung Jung und Alt, Aktionen für alle Altersgruppen zu finden und die Bemühungen Aktionen in Elte zu etablieren. „Ich denke dass wir ein allgemeines Verständnis geschaffen haben, womit jeder etwas anfangen kann und die Chance bekommt sich mit einem unserer Themen oder einer Projektgruppe zu identifizieren.


Frank Wältring resümierte am Ende der Veranstaltung: „Im Vordergrund der letzten Monate stand, Ideen aus dem Dorf mit neuen und bestehenden aktiven Elteranern umzusetzen. Darauf sollte auch dieser Abend ausgerichtet sein. Wir haben uns informieren lassen welche Ideen schon umgesetzt wurden, haben einen Terminkalender für die geplanten weiteren Aktionen zusammengestellt und neue Ideen gesammelt. DLZ wächst und es ist schön zu sehen, dass sich Menschen anstecken und begeistern lassen.“

 







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