Mittwoch, 18. Dezember 2013

Bürgerwindpark Emsdetten (Veltrup/Elte)


Grün, emissionsarm, umweltfreundlich – die Deutschen haben in den letzten Jahren den Ökostrom immer mehr für sich entdeckt. Zu diesem Thema informierte jetzt das Unternehmen Prowind, das seinen Sitz in Osnabrück hat, in der Gaststätte Eggert in Elte.
Elteraner waren der Einladung kaum gefolgt dafür aber
Rheinenser, Steinfurter und sogar Münsteraner. Prowind will in Kürze den Bau und des Bürgerwindpark Emsdetten, in der Bauernschaft Veltrup, das an Elte angrenzt, in Angriff nehmen. Dort soll der bereits elf Windenergieanlagen umfassende Bestandswindpark durch vier neue Anlagen, zwecks regenerativer Energieerzeugung, erweitert werden.


Für diese Erweiterung des Windparks liegen Verträge mit den jeweiligen Grundstückseigentümern vor. Ausreichende Abstände zur Wohnbebauung und angrenzenden Gemeinden sowie sämtliche planungs- und naturschutzrechtlichen Vorschriften wurden berücksichtigt“ berichtete Diplom-Kaufmann und Finanzierungsexperte der Firma Prowind Stefan Heit.
Diese Erweiterung des Areals eröffne nicht nur Emsdettenern sondern auch Bürgern aus dem gesamten Kreis Steinfurt, dem Raum Osnabrück und darüber hinaus völlig neue Perspektiven der Geldanlage. Denn: Die sogenannten Genussrechte der Bürgerwind Emsdetten GmbH & Co.KG sind ab sofort, und noch bis zum Ende des Jahres, unverbindlich reservierbar “, sagte der Finanzexperte.
Bis zu 75 Prozent des notwendigen Eigenkapitals des Windparks würden angeboten. 25 Prozent möchte Prowind selber investieren. Das Bürgerkapital soll vorrangig und nur in Abhängigkeit vom Ertrag in einer Spanne von 3 bis 7 Prozent fest verzinst werden und die Laufzeit der Beteiligung am Bürgerwindpark Emsdetten ende frühestens zum 31.12.2030


Bereits Anfang Januar werde die Genehmigung der Behörde erwartet. „Das Schöne an der Sache ist das auch Kleininvestoren von der Windkraftanlage profitieren und aus dem Betrieb gute Kapitalerträge erzielen können“, so Stefan Heit. Geplant sei auch die Einrichtung eines Bürgerbeirates, aus dessen Mitte dieser Beirat drei Personen ernennen soll, denen erweiterte Informationsrechte, eine Mittler- und Dialogfunktion zwischen Genussrechtsinhabern und der Betreibergesellschaft sowe Mitsprache- und Kontrollaufgaben zukommen sollen.


Ziel der Emission sei es generell, die Bürgerwindpark Emsdetten GmbH & Co. KG mit Kapital auszustatten, um so die Realisierung des Windparks zu ermöglichen.
Prowind plane aus dem Betrieb der Windenergieanlagen gewonnenen Strom zu vermarkten. Auch ein Netzanschlussvertrag mit der Westfalen-Weser-Ems Verteilnetz GmbH sei bereits unterzeichnet. Sobald alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen, könne es losgehen: Dann würden die neuen Windkraftanlagen von der renommierten Firma GE Wind Energy aus Salzbergen gebaut. „Die Windkrafträder mit einer Höhe von139 Meter und 120 Metern Durchmesser seien Garanten für stabile Erträge“, mit diesen Worte beschloss Heit den informativen Teil des Abend.


Sowohl er als auch die Mitarbeiter seines Teams standen anschließend für die Fragen der potentiellen Investoren zur Verfügung. krk







Statement von Theresa Ungru:
Zu Gast war auch Theresa Ungru, Mitglied des Bürgerwindparks Beirates in Altenrheine, die den Abend zwar interessant fand aber auf die große Brandbreite des Begriffs „Bürgerwind“ hinwies. „Zwar erfülle das Emsdettener Bürgerwindmodell die Basispunkte der Bürgerwind Leitlinien des Kreises, doch gingen die Bürgerwindmodelle, die kreisweit mehrheitlich angestrebt werden, deutlich darüber hinaus. „Es ist insgesamt gut und richtig, dass auch die Firma ProWind versucht, transparent und öffentlich mit dem Thema Windkraft im Münsterland umzugehen. Der Ansatz, Bürger an der Entwicklung von erneuerbaren Energien Konzepten teilhaben zu lassen ist notwendig, um die Energiewende weiterhin als Erfolgsmodel in Deutschland und als Vorbild für andere Länder auf der ganzen Welt fortzuführen. Gerade der Kreis Steinfurt ist hier mit seinen Konzepten und Zielen, die detaillierter auf die verschiedenen Mindestkriterien eingingen, um Akzeptanz und Wertschöpfung vor Ort zu erhalten, bereits heute eine Modellregion“, so Ungru. In Altenrheine wolle man Bürgerinnen und Bürger direkt und nicht indirekt (durch Publikumsgesellschaft (KG) oder Genossenschaft) am Unternehmen beteiligen. „Die Bürger üben somit als Mitunternehmer aktiv und direkt Ihre Gesellschaftsrechte aus und sind „Mitmacher, Mitgestalter, Mitbestimmer“. Der im Windgebiet ortsansässige und fest verwurzelte Initiatorenkreis sowie auch die Geschäftsführung stehe dem Bürger und
Anleger persönlich, öffentlich und im sozialen Umfeld sozusagen von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Sie verantworten die Veränderung der Kulturlandschaft in ihrem Umfeld mit und stehen somit absolut m Wort und in der Verantwortung der Gemeinschaft. nach dem Motto: „Wir möchten auch noch in 20 Jahren noch mit unseren Nachbarn, Stadt und Dorfgemeinschaften Feste feiern und im örtlichen Laden einkaufen können. Die Kapitaleinwerbung erfolge im Umfeld des Windparks und der Kommune und nicht in Hamburg oder München! Kein Anleger habe eine Mehrheitsbeteiligung und könne damit ein Vetorecht ausüben, sprich, dass er eine Majorisierte Stellung innerhalb des Anlegerkreises unter hätte. „Das stellt eine demokratischere Willensbildung sicher“, so Theresa Ungru.

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