Montag, 30. Juni 2014

Einweihnung des neuen Pfarrzentrums


-krk- Während andernorts Pfarrheime, manchmal sogar ganze Kirchen, geschlossen werden, feierte das Dorf Elte am vergangenem Sonntag die Eröffnung ihres brandneuen Pfarrzentrums: es heißt „Gemeindezentrum St. Ludgerus Elte“ und ist ein 800 000 Euro teurer Neubau für das überaus reiche Gemeindeleben.

Die Einweihung des großzügig geschnittenen, Licht durchfluteten Gebäudes unter der großen Rotbuche zwischen
altem Pfarrheim und Kirche war jedoch nicht der einzige Anlass zu feiern: Auf den selben Tag fiel auch die Hagelprozession. Der festliche Gottesdienst, in der voll besetzten Sankt-Ludgerus-Kirche, der vom Kirchenchor St. Ludgerus Elte mitgestaltet wurde, bildete den Anfang einer tadellos organisierten Einweihungsfeier.


Im Anschluss an den Gottesdienst verteilte Pfarrverwalter Michael Eiden im Außenbereich des neuen Gebäudes den kirchlichen Segen. Danach wurde der Sektempfang in den Gemeinschaftssaal des Pfarrzentrums verlegt. Dabei stellte sich heraus wie viele Menschen der neue Gemeinschaftsaal fassen kann – scheinbar nicht genug, denn zahlreiche Gäste standen sowohl vor den Türen als auch im Foyerbereich.

Der Kirchenchor St. Ludgerus Elte und auch der Kinderchor, der Verstärkung aus der Grundschule (Schüler aber auch Schulleiter Gerrit Feld) mitgebracht hatte, empfing die Gäste mit mehreren Liedern. 



Nach dem Grußwort von Kirchenvorstandsmitglied Marion Piepel ergriff Günter Gehling, vom Haushaltsausschuss des Kirchenvorstands, das Wort: „Nachdem wir das alte Pfarrheim unter anderem wegen fehlenden Brandschutz und im Wasser stehender Heizöltanks nicht mehr betreiben konnten, hätten wir wohl viele Veranstaltungen aufgeben müssen. Zu unserem Glück wurde aber das neue Pfarrzentrum bewilligt und fügt sich nun perfekt in seine Umgebung ein und bildet zusammen mit der Kirche St. Ludgerus eine Einheit. Es ist ein multifunktionales Pfarrzentrum enstanden - ein Haus für die Gemeinschaft!“


Am Herzen lag Gehling, dass man sich an den Kostenplan gehalten habe und die Kosten immer transparent waren. Nicht alles, was man noch gern gehabt hätte, sei zu verwirklichen gewesen. Sichtlich bewegt sprach er anschließend von, dem im März diesen Jahres verstorbenen, Pastor Walter Groß dessen Handschrift das neue Gebäude trage. Auch dankte er dem Bistum Münster und den vielen beteiligten Baufirmen, aber vor allem lobte er das Engagement von Architekt Christoph Achterkamp der für die gesamte Bauleitung verantwortlich war.


Dieser ergriff dann auch als Nächster das Wort. Er berichtete über die langfristige Planung und die Entwicklung des Pfarrheims. Insgesamt habe es vier Entwürfe für das Gebäude gegeben. „Die ersten Drei waren Kompromisse, beim vierten und letzten Entwurf habe ich versucht auf alle Wünsche, seitens der Elteraner, einzugehen “, sagte Achterkamp. Er übergab anschließend ein von ihm selbst entworfenes Kreuz und einen symbolischen Schlüssel an Pfarrer Michael Eiden.

Auch das evangelische Pastorenehepaar Kerstin und Dr. Reinhold Hemker hatten es sich nicht nehmen lassen an diesem besonderem Tag zu erscheinen. Sie dankten der katholischen Gemeinde, im Namen der Johannesgemeinde Rheine, für das herzliche Entgegenkommen das die evangelischen Kirchenmitglieder in Elte genießen. „Eine Kirche für zwei Konfessionen zu nutzen das ist nicht überall selbstverständlich“, sagte Kerstin Hemker und ihr Mann Reinhold fügte hinzu: „Danke für 27 Jahre Miteinander!“ Sie überreichten eine geschnitzte Holzfigur eines Künstlers aus Simbabwe.


Im Anschluss an die Festreden hatten die Besucher nun die Möglichkeit das eingeschossige und etwa 280 Quadratmeter große Gebäude zu erkunden. Die Landfrauen und die KFD warteten bereits mit selbstgebackenem Kuchen im Foyer, in dem auch ein kleiner Bücherflohmarkt stattfand, auf. Denn die KÖB nahm ebenfalls an dem „Tag der offene Tür“ teil. Auch für die Kinder war gesorgt. Mit Karusselfahrten und Mal-, Bücherlese- und Kinderschminkaktionen konnten auch sie Gemeinschaft erleben.


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