Sonntag, 29. Juni 2014

Grundschüler zu Besuch bei Imker Herbert Bülter


-krk- In der Grundschule Elte drehte sich in den vergangenen Wochen vieles um die Bienen. Und Imker Herbert Bülter, vom Heimatverein Elte hatte die Grundschüler nun eingeladen, seine Bienenzucht, am Heimathaus, kennenzulernen.


Der Elteraner fing die Schüler schon auf dem Hermannsweg ab, um ihnen dort schon einige, zwar unscheinbare, aber für Bienen wichtige Pflanzen zu zeigen. Das sind Schöll- und Zimbelkraut, beides sind auch
Heilpflanzen. Schöllkraut hilft bei Warzen und Zimbelkraut ist ein Wundheilmittel“, erklärte der erfahrene Imker. Aufmerksam hörten die Kinder den Erläuterungen des Bienenflüsterers zu. Doch die Grundschüler wussten auch schon selbst Einiges über die schwarz-gelb gestreiften Insekten, beispielsweise dass die Bienen in einem Schwarm leben, eine Bienenkönigin haben und dass ihre Waben aus Bienenwachs bestehen. Denn vorab wurde im Unterricht fleißig gearbeitet, um sich auf diesen Besuch vorzubereiten. Und nun konnten die Kinder ihr theoretisch erworbenes Wissen bei Herbrt Bülter praktisch umsetzen. 



Neu war den Kindern, dass die Bienen es ohne die Imker viel schwerer hätten, da es in der Natur immer schwieriger für die Honigbienen wird zu überleben. Jeder Grundschüler wollte nun die Bienen gern aus der Nähe sehen. Das war auch ohne Gefahr möglich, weil der Imker Bienen in einem gläsernen Schaukasten präsentierte, in dem man die Bienen beobachten konnte. Sogar die Königin war gut zu sehen und wurde von den Kids von allen Seiten bewundert.




Natürlich kam die Sprache auch auf den Stachel der Bienen. „Die sterben wenn die stechen, das hab ich in einem Film gesehen“, rief Nele altklug in die Runde. „Das ist so nicht ganz richtig“, klärte Bülter die Schüler auf. Zwar bliebe der Stachel der Biene beim Stich eines Warmblüters, wegen des Widerhakens stecken, doch würde die Biene deshalb noch nicht sterben. „Durch den Verlust des Stachels entsteht eine große Wunde am Hinterleib, dringen dann Bakterien und Viren ein stirbt die Biene.“
Keine Angst vor einem Pikser


Dann war es endlich so weit. Die Kinder gingen zusammen mit Bülter in den Garten des Heimathauses, wo die Bienen fleißig aus ihrem Stock strömten. Die Kids durften nah an die Bienenstöcke treten und vorsichtig einen Blick in das Innere eines Bienenstocks wagen. Die Spannung war auf dem Höhepunkt, als der Imker eine mit hunderten Bienen besetzte Wabe aus dem Bienenstock entnahm, welche die Kinder aus nächster Nähe neugierig betrachten durften. Herbert Bülter erklärte ausgiebig, welche Zellen mit Honig, mit Pollen, mit Eiern oder Maden befüllt waren. Die Kids staunten, als sie so viele Bienen gleichzeitig summen hörten, das Ein - und Ausfliegen am Flugloch ganz aus der Nähe beobachteten und den Honig schon beinahe riechen konnten.



Nachdem Bülter seine Bienen zurück in den Stock gebracht hatte, setzte er sich noch einmal mit den Kindern zusammen. Er zeigte den Schülern ein Glas mit gelben Honig und erklärte das dass nicht die einzig mögliche Farbe des Bienenprodukts sei. „Es gibt Honig in gelb, braun und weiß, das hat immer mit der aufgenommenen Nahrung der Bienen zu tun. Klebrig und lecker wurde es, als jeder nun einen Löffel voll Frühlings- und Sommerhonig probieren durfte. Und da die Gläser nicht ganz leer wurden gab Bülter diese den Schülern für ihr nächstes gemeinsame Frühstück mit.


Die Kinder und ihre Lehrerin Rita Langer waren sich einig: Das war ein gelungenes Projekt. „Wir haben nicht nur gelernt, dass die Bienen für den Honig zuständig sind, sondern auch, dass sie für die Natur noch viele andere wichtige Funktionen ausüben“, so die einhellige Meinung.








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