Mittwoch, 4. Juni 2014

Sensenmann Heinz Hesping


 
-krk- Dicht über dem Boden fährt sie von rechts nach links in bogenförmigem Schwung über die Matte. Die Technik des Mähens mit der Sense erfordert Können und Geschick. Die Zahl derer, die die richtige Handhabung der Sense noch kennen schwindet immer mehr.
Elteraner Heinz Hesping - das ist ein Kerl aus echtem Schrot und Korn. Und zumindest in letzterem stand er früher höchstselbst und kennt sich mit der Handhabung der Sense bestens aus, aus diesem Grund ist er quasi ein „Proi-Sensenmann“. Gerade steht er
mit seiner Sense im abschüssigem Graben an der Straße „Zur Schwanenburg“ und plaudert zunächst aus den guten alten Zeiten, um dann aber zu seinem eigentlichen Anliegen zurück zu kehren: Arbeit, Arbeit, Arbeit! 
 
Denn immer zu Pfingsten, zum Schützen- und zum Kartoffelfest kümmert er sich, in Elte, ehrenamtlich um die Grünanlage rund um den historischen Pflug, der dort an der Straße steht. „Hier kann man mit einem Rasenmäher nicht viel ausrichten, da lob ich mir doch meine Sense“, sagt der Heimatfreund schmunzelnd.
Schon zückt er den Wetzstein - „da muss man immer schön auf seine Finger aufpassen“, sagt er - und fährt mit gekonnten Bewegungen an der Sense entlang. Er erzählt von der richtigen Haltung, von der bestmöglichen Handhabung des Dengelns und somit des Schärfens und von den tiefen Geheimnissen der Bart-Pflege.

„Viele denken, Sense kaufen, zusammenschrauben und loslegen!" Doch so einfach ist das nicht“, weiß Hesping, schließlich sei Sense ist nicht gleich Sense. Eine vernünftige Sense bestehe immer aus einer scharfen Klinge. Die meisten Laien würden damit dann nur hacken, und das oftmals sogar in den Boden, das hätte mit sensen nichts zu tun. Es käme wie so oft auf die richtige Technik an.


Die Elteraner freuen sich über das Engagement von Heinz Hesping, sieht das Dorf doch durch seine und die Hilfe des Heimatvereins (dessen Mitglied er ist), zur jetzigen Pfingstkirmes gleich wieder gepflegt aus.

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