Donnerstag, 26. Mai 2016

Kirmes in Elte


-krk- Dichtes Gedränge, Kinder in Karussells - alles, was eine Kirmes ausmacht, ließ sich am Wochenende bei der Pfingstkirmes auf dem Elter Dorfplatz nur bedingt wiederfinden. Auch zwei neue
Fahrgeschäfte lockten die Besucher nicht wirklich an.

Regen, Hagel, und gefühlten Temperaturen kaum über den Gefrierpunkt vermiesten auch hartgesottenen Kirmesfans die Laune. Nicht T-Shirts, sondern Pullover und Winterjacken waren bei den wenigen Besuchern am Pfingstwochenende angesagt.
Familien mit Kindern konnten jedoch in Ruhe von Aussteller zu Aussteller ziehen, keine langen Warteschlangen bildeten sich vor dem Backfisch-Stand, und Eis war zu genießen, ohne sich bekleckern und vom Nebenmann angerempelt zu werden. Allein das Zuschauen, wenn Papa zusammen mit dem Sprössling im Twister „Swing“ fuhr, konnte richtig Spaß machen. Oder wenn Opa, Sohn und Enkel nacheinander ihre Kräfte maßen am Punchingball des „Boxer-Standes“ (Opa gewann!). Wer mit einem solchen Blick für die kleinen, aber charmanten Freuden des Lebens über die Kirmes schlenderte, für den war sie ein Treffer.
Natürlich war auch nicht jeder Kirmesbesucher zufrieden. „Hier ist ja nichts los!“, beschwerte sich ein ungenannt bleiben wollender Besucher. Ähnlich äußerte sich ein anderer Elteraner. Er gönnte sich mit Frau und Sohnemann Backfisch: „Es ist viel zu kalt. Wir essen uns hier noch satt und gehen dann nach Hause.“

Alexander Kahl der am Sonntagnachmittag ganz entspannt mit seiner Familie über die Kirmes schlenderte und keine Angst hatte seine Kinder im Getümmel zu verlieren, brachte es auf den Punkt „Es ist sehr wenig los. Für die Kinder ist das natürlich schön, die können sich alles in Ruhe angucken“, sagt der 28-Jährige Vater. Die vielen Schausteller sahen das weniger entspannt. An den Fahrgeschäften langweilten sich die meisten von ihnen und standen frierend in der Kälte. Doch hier war es das Team des Twisters die mit Liedern wie „last chrismas“ und „We wish you a merry christmas“ den Besuchern ein Lachen ins Gesicht malte.


Für Pascal Leding vom Süßigkeitenstand Ronnie Sauer war die Kirmes ein wahres Zuckerschlecken, schließlich konnte er die Einnahmen des vergangenen Jahres bereits am Sonntagnachmittag toppen: „Kirmesleckereien sind eben etwas Besonderes, daher werden sie auch immer gekauft“, erklärte er. Dem Wetter sehe er gelassen entgegen. „Ändern können wir es ja doch nicht“, sagte er fatalistisch und freute sich über vier Kinder, die Lakritzstangen und Gummibärchen kaufen wollen. „Ich komme selbstverständlich wieder“, versprach er noch.

Und trotz winterlichen Wetters, überwiegend klammen Schaustellerkassen und kirmesmüden Elteranern wird es auch im kommenden Frühjahr wieder eine Kirmes auf dem Elter Dorfplatz geben. Dann jedoch mit Unterstützung der Bürgerinitiative Dorf.Land.Zukunft. die schon jetzt Kontakt mit Nicola Dolleck vom Ordnungsamt aufgenommen hat und mit den ersten Planungen für eine interessantere Kirmes begonnen hat. Jetzt darf man also wirklich gespannt sein, wie es mit der Elter Kirmes weitergeht.




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