Samstag, 17. Februar 2018

Vortrag Bienen


-krk- Volles Haus im Gemeindesaal Elte beim Wildbienen-Vortrag von Referent Diplom Geograph Volker Fockenberg aus Bottrop-Kirchhellen. Über 80 Interessierte waren der
Einladung der Projektgruppe „Klima, Umwelt/Mitwelt und Naturschutz“ der Bürgerinitiative Dorf.Land.Zukunft. gefolgt.

Nachdem der Leiter der Projektgruppe „Klima, Umwelt/Mitwelt und Naturschutz“, Herbert Bülter alle Anwesenden begrüßt hatte übergab er das Wort an Volker Fockenberg. Dieser startete seinen Vortrag mit einem eigenen launigen „Wildbienen“- Gedicht a la Heinz Erhardt.

In dem Vortag selbst, erfuhren die Gäste das es über 560 Bienen-Arten in Abgrenzung zu den 10 Arten der Honigbiene gbt. Davon existiere in Europa nur eine Art, die Honig bildet und damit zum „Nutztier“ des Menschen wurde. Die Holzbiene ist die größte Art der Wildbienen, eigentlich in Südeuropa beheimatet, schwarz mit blauen Flügeln und inzwischen auch in Süddeutschland vertreten.

Die Maskenbildner-Biene bezeichne man gerne auch als Urbiene, da sie die älteste Gattung sei, aus der alle anderen Bienen hervorgingen. Die Urbiene fand früher nur Windblütler wie zum Beispiel Gräser vor und ist indirekt an der Entwicklung von Insektenblütler beteiligt. Im Laufe der Evolution seien Bienen zu Vegetariern geworden, Nahrung sind Pollen und Blütenstaub, dadurch haben sie zur Entwicklung und Verbreitung der insektenblütigen Pflanzen beigetragen.

19 Prozent der Bienenarten nisten in vorhandenen Hohlräumen, wie zum Beispiel alten Bäumen. Die Weibchen bauen Reihenbrutzellen die mit bis zu 20 Eiern und Bienenbrot gefüllt werden. Die Lebensdauer der Solitärbienen (einzeln lebende Individuen) betrage etwa drei bis sechs Wochen.
50 Prozent aller Bienenarten nisten im Boden, auch zwischen Pflasterfugen werden senkrechte Gänge bis 40 cm Tiefe mit seitlichen Gänge gebaut.
Doch auch viele weitere Bienenarten, wie die Gehörnte Mauerbiene, die Schneckenhaus-Biene, die Fuchsrote Sandbiene, die Blutbiene, die Zottelbiene, die Mauerbiene, die Furchenbiene, die Glockenblumen-Sandbiene, die Seidenbiene, die Wollbiene, die Blattschneiderbiene, die
Waldpelzbiene (eine Rote-Liste-Art) und die Goldwespe (Parasit) gäbe es zu finden. Doch die Rostrote Mauerbiene sei die häufigste Art. Fast 65 Prozent der Wildbienen seien Schmarotzer und lebten parasitär.

Blumenwiesen böten unersetzliche Nahrungsgründe für Insekten. Im Frühjahr würden Weidenbäume, wie Salweide, Silberweide, Purpurweide, die lebensnotwendige Nahrung für Bienen darstellen. Denn je nach Lebenszyklus gäbe es frühjahrs und sommeraktive Bienenarten.

Auch über das Bauen von Bienenhotels erfuhren die Anwesenden wissenswertes. Es sei wichtig
verschiedene Substrate wie Altholz, Schluff, Löß und Lehmwand anzubieten. Dabei dürften die Substrate auf keinen Fall zu hart sein. Es eignten sich auch Bambusstengel ( marklos) jedoch kein Bambusgras, saubere und gebündelte Stroh- oder Schilfhalme und Bohrungen in trockene Holzstämme. Für Bienenhotels seien auch die Standortfaktoren sehr wichtig. Am besten sei Süd-Ost Lage dabei sollte es regengeschützt und gerne Morgensonne haben.

Nach dem Bildvortrag hatten die Gäste dann noch die Gelegenheit sich mit dem Diplom Geograph angeregt zu unterhalten.


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