Donnerstag, 17. Mai 2018

DLZ Projekt "Elte summt - ein Dorf setzt auf Artenvielfalt" Weitere Blühwiesen in Elte


-krk- Auf zwei großen brach liegenden Flächen konnte die Projektwerkstatt „Klima Umwelt/Mitwelt und Naturschutz“ der Bürgerinitiative Dorf.Land.Zukunft. (DLZ) ihr Projekt „Elte summt – Ein Dorf setzt auf Artenvielfalt“ mit Unterstützung des
NABU des Kreises Steinfurt und der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Steinfurt jetzt weiter umsetzen und neue Blühwiesen anlegen.
Wer am Mittwochmorgen an der 2000 Quadratmeter großen und schon seit Jahren brach liegenden Wiese von Isabel Homann und der Famile Wefers an der Ecke „Zur Schwanenburg/ Wischmannstraße vorbeiging, wunderte sich sicherlich über die Staubwolke die über der Fläche schwebte. Der Grund für dieses Phänomen - Landwirt Matthias Teigelkamp, der mit Hilfe seines Treckers und einer Sämaschiene zügig Saatgut in die Erde einbrachte. Nur wenige Tage zuvor wurde die Fläche von Mitarbeitern des NABU´s in umfangreicher Vorarbeit und unter Einsatz großer Maschinen gemäht und gefräst. Und um ein feinkrümeliges Beet zu schaffen im Anschluss mehrfach von Landwirt Teigelkamp und dessen Auszubildenden mit dem Grubber bearbeitet.
Wer artenreiche Wildblumenwiesen, Säume und Blühflächen anlegen will, muss sich nach der Natur richten.“ Die korrekte Bodenvorbereitung ist für den Erfolg ausschlaggebend“, weiß der Geschäftsführer des NABU Kreisverbands Steinfurt, Gisbert Lütke. Des Weiteren müsse die Fläche durch eine geeignete Pflege in einen guten ökologischen Zustand gebracht werden (1x Mahd pro Jahr mit Abräumen des Mahdguts). Die Pflege der beiden Flächen in Elte solle vom NABU Kreis Steinfurt übernommen werden und die Sicherung erfolge für mindestens 5 Jahre.
Auch das richtige Saatgut ist sehr wichtig“ ergänzt der Sachgebietsleiter der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Steinfurt, Hermann Holtlage. Durch den Einsatz von Regio-Saatgut (Feldrain und Saum-Mischung (90/10 Mischung), das vom Kreis Steinfurt zur Verfügung gestellt werde, könne gewährleistet werden dass hier nur heimische und standortangepasste Pflanzen wachsen würden. Dazu gehörten Acker-Witwenblumen, schwarze Königskerzen, Braunellen oder Klatschmohn, Kornblumen und Scharfgarbe genauso wie auch Wiesenplatterbse, Horn- und Hopfenklee.
Imker und DLZ-Mitglied Herbert Bülter betont am Ende der Aktion dann auch einmal das Ziel des Projekts „Elte summt – Ein Dorf setzt auf Artenvielfalt“: „Wir wollen Lebensräume für Fauna und Flora schaffen und die Vernetzung der Natur mit dieser Maßnahme ein klein wenig vorantreiben. Denn Blühflächen und blütenreiche Säume an Wegen, Feldrändern und Gräben sind wegen ihrer Bedeutung als Lebensraum und Nahrungsquelle für viele Pflanzen und Tiere unverzichtbare Bestandteile der Kulturlandschaft.“
Auch die 5000 Quadratmeter große Fläche „Am Tannenweg“ von Pächter Martin Ostendorf konnte noch am gleichen Tag fertig gestellt werden. Nun hoffen alle Aktiven, dass Feuchtigkeit und milde Temperaturen das Aufkeimen der kleinen Pflänzchen begünstigen.


Die nächsten Aktionen der Bürgerinitiative lassen nicht lange auf sich warten denn schon am kommenden Pfingstwochenende läuft die Aktion „Tag der offenen Gärten“. Hier gibt es bei unterschiedlichen Gartenbesitzern Führungen durch deren Gärten. An der alten Wassermühle an der Straße Zum Hermannsweg 16 finden die Führungen um 12 und um 15 Uhr, im Bereich der Bockholter Emsfähre, Perlpilzweg 6, jeweils um 11, 12, 14, und 16 Uhr statt. Der Garten der Familie Hemker und am Tannenweg ist ab 11 Uhr bis in die Abendstunden geöffnet.
Der Workshop „WiBiNihi“ (Wildbienen Nisthilfen) findet 23. Mai bei Heinz Rieke, Gröningstr. 29 in Mesum um 19 Uhr statt.Anmeldungen unter H.Buelter@osnanet.de.
Und am 23. Juli wird, im Rahmen des DLZ- Ferienprogramms, mit Kindern ab 10 Jahren, ein großes Insektenhotel gebaut dass dann an der Blühwiese an der Wischmannstr. aufgestellt wird. 
 

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