Dienstag, 20. November 2018

Wilde Müllkippen zerstören die Idylle in Elte


  1. Rentnerin Christa Overesch die bei ihrem Spaziergang mit ihrem Hund Anton zufällig auf die wilde Müllhalde stieß, ist empört über so viel Dreistigkeit.
-krk- Sperrmüll, Flaschen, Plastik, Farbreste und alte Autoreifen am Waldrand und sogar ein ganzes Klo auf einem Feld: Im Naturschutzgebiet in Elte sind wilde Müllkippen derzeit ein großes Problem. „Das ist eine Schande“, schimpft Marion Ulbig. Auf dem Weg von ihrer Wohnung zu ihrer Arbeit, beim
joggen aber auch bei Spaziergängen durch den Wald kommt die Elteranerin seit Monaten immer wieder an neuen und alten, wilden Müllkippen vorbei. „Mir platzt dabei langsam der Kragen! Wie doof muss man denn sein um sein eigenes Umfeld so zu verschandeln?“, fragt sich die gelernte Massage Therapeutin .
Schon mehrfach hat sie sich wegen dieses Problems beim Ordnungsamt Rheine gemeldet. Leider seien bislang weder die Papierkörbe an der Flaggenstraße geleert worden, noch sei mal jemand raus gekommen um den anderen Müll einzusammeln und zu entsorgen. 
Im Naturschutzgebiet geht sie gerne mit ihrem Hund Filou spazieren und joggt dort fast jeden Tag. Gerade erst am vergangenem Sonntag fand sie dabei schon wieder eine Müllablagerung. 
Am „Kiäkpädken“ in der Nähe des Kindergartens und der Elter Vogelstange ist es eigentlich nur Anwohnern erlaubt dort mit dem Auto zu fahren. Doch offensichtlich hält sich nicht jeder dran. Denn geht man etwa 300 Meter die Straße runter, türmt sich dort das ganze Elend auf einem Haufen. Angebrochene Farbeimer, Tapeten, Kinderbekleidung, Weihnachtsdeko und Kleiderbügel aber auch Laminatreste, Regalbretter, verdorbene Lebensmittel gekrönt von einigen Glasscherben stapeln sich hier. Eine Menge Müll - der eben nur mit Hilfe eines Autos hierher transportiert werden konnte. 


„Durch die gammeligen Lebensmittel werden Raben, Füchse und Ratten angezogen, die auf der Suche nach Nahrung, den Inhalt der Kartons schon ordentlich verteilt haben“, berichtet Ulbig.
Ein Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative Dorf.Land.Zukunft. (DLZ) untersuchte den Müll etwas genauer und entdeckte dabei ein Werbepaket mit Rheiner Postleitzahl und zwei ausgediente Router. „Vielleicht lässt sich anhand der Gerätenummern ja der Müllsünder feststellen“, hofft Ulbig. 


Auch Christa Overesch die gerade von einem Spaziergang zurückkehrte und an dem großen Müllhaufen vorbei kam, war geschockt und entrüstet: „Wer macht so etwas nur?“ fragt sich die agile Rentnerin und versuchte Anton ihren Mischlingsrüden mit sich zu ziehen. 


Anton schnupperte aber viel lieber an den zahlreichen Kartons. „Wenn der jetzt reden könnte, das wäre echt klasse. Der würde uns direkt sagen können wer dass war!“, sagt Marion Ulbig lachend.
Nach wenigen Schritten vergeht ihr das Lachen aber auch schon wieder - vor ihr liegen die Reste eines „Saufgelages“ und zwei Meter weiter hat sich eine blaue Plastiktüte in den Brombeersträuchern verfangen. Auf einem Feld steht ein ganzes Klo und als Krönung flattert (durch den stürmischen Herbstwind) dann auch noch die Pappe einer Fast-Food-Kette an der Naturschützerin vorbei.


„Mit diesem Wind und den fallenden Blättern wird der Müll jetzt schön zugedeckt und ist dann erst mal nicht mehr zu sehen“, erklärt Marion Ulbig traurig. Doch auch wenn man nicht mehr viel davon sehen könne, bliebe das Problem weiterhin bestehen. Sie könne einfach nicht verstehen, warum Leute so kurzsichtig handeln und dabei Gefahr laufen, entdeckt zu werden. 
 
Ulbig hofft nun aber auf die Unterstützung der Elteraner: „Wenn wir alle die Augen offen halten, gelingt es uns vielleicht den ein oder anderen Verursacher zu ermitteln.“
Inzwischen wurde die Polizei informiert und hat die Ermittlungen aufgenommen. Wer selber eine wilde Müllkippe entdeckt sollte dieses beim Ordnungsamt anzeigen kann sich aber auch beim DLZ-Vorstand unter der Telefonnummer 05975 9191966 melden.



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