Montag, 21. Januar 2019

Kabarettist und Frauenversteher Carsten Hofer zu Besuch bei der kfd Elte


-krk- Einen sehr unterhaltsamen Versuch, Licht in das Ur-Phänomen - Kommunikationsproblem zwischen Frau und Mann - zu bringen, unternahm Kabarettist Carsten Höfer mit seinem Programm „Frauenversteher“, am vergangenem, Freitag, in der Gaststätte Eggert in Elte. Über 100 Gäste waren der Einladung der kfd Elte gefolgt und
amüsierten sich prächtig bei den geschlechtsspezifischen Ausführungen des Kabarettisten.

Groß, schmal und kahlköpfig, eroberte dieser sein Publikum, noch bevor er nur den Mund aufmachte. Und dann ging es auch schon los. „Sie werden von diesem Abend sagen, er hat mein Leben verändert“, schickte Carsten Höfer seinen Ausführungen voraus. Durch seinen Charme und sein Flair holte er sehr schnell erste vergnügte Kicherer auf seine Seite und schaffte es, dass die Damen und Herren seine überzeichneten, aber sehr treffenden Beschreibungen nicht nur lachend zur Kenntnis nahmen, sondern auch bejahten. Sie erkannten sich alle wieder in den unnachahmlich dargestellten Bildern der Spezies Mann und Frau.
So würden Männer und Frauen auf ganz unterschiedliche Art und Weise kommunizieren. Innerhalb der jeweiligen Geschlechtergruppen funktioniere das ganz prima. Dann ging der wortgewandte Kabarettist ans Eingemachte und berichtete „wissenschaftlich“ über die „Biernebenhöhle“ des Mannes. Nicht genügend gefüllt, könne dieses Organ das mit ihm verbundene Sprachzentrum im männlichen Gehirn nicht aktivieren. Frauen hingegen besäßen keine Biernebenhöhle. Ihr Sprachzentrum funktioniere autark und somit wirtschaftlich unabhängig. 
 Das Publikum, mit dem Carsten Höfer binnen weniger Sekunden auf Du war, lachte und lernte. „Beobachtet das doch mal. Wenn Frauen fertig sind mit reden, heben sie am Ende des Satzes ihre Stimme“, erklärte er die sogenannte „weibliche Sprachschaukel“. Auf Basis der analysierten Kommunikationsbedingungen und -arten von Frau und Mann zog Höfer dann Schlüsse für mehr Harmonie im zweigeschlechtlichen Gespräch.
Den zweiten Schwerpunkt des vergnüglichen Abends widmete Carsten Höfer dem Thema Familiengründung, das die Eltern vor große Herausforderungen stelle. Abgesehen von den immensen Kosten, die ein Kind im Laufe seines Lebens verursache, seien die Eltern meist auch nicht darauf vorbereitet, zu Beginn des neuen Lebens einen „Schwerstpflegefall“ im Haus zu haben. So laute nach Carsten Höfer nämlich die gesetzliche Definition über einen Menschen, der weder laufen noch sprechen und auch seine Körperhygiene nicht allein bewerkstelligen könne. All dies trifft auf ein Kleinkind zu und doch sind Eltern in der Regel überglücklich mit dem Familienzuwachs. Selbst, dass sie rund um die Uhr verfügbar sein und „Ihrer Majestät“ in allen Belangen dienen müssten, schrecke viele nicht ab. Die herzerfrischenden Schilderungen aus eigener Erfahrung verleiteten das bestens unterhaltene Publikum zu wahren Lachsalven.
Im Laufe des Abends bediente Carsten Höfer noch so manches Klischee zum Thema Männer, Frauen und Kinder. Aber er tat dies auf eine charmante Art, die Spaß machte und nicht unter die Gürtellinie ging. Und so trieb der gebürtige Essener sowohl dem weiblichen als auch dem männlichen Publikum Lachtränen in die Augen und entlockte ihnen tosenden Applaus. Fazit: ein gelungener Abend für Hofer, den Besuchern und der kfd Elte.


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