Donnerstag, 31. Januar 2019

Stadtteilbeirat Elte und die wilde Müllentsorgung im Erholungsgebiet


-krk- Viele unterschiedliche Themen standen bei der Stadtteilbeiratssitzung, die in der Gaststätte „Zum Hellhügel“ in Elte stattfand, auf der Tagesordnung.
Nachdem die Vorsitzende Gertrud Vater alle Anwesenden begrüßt hatte, brachte sie das Gespräch auf das Thema Projektmittel 2018. Diese sollen in drei
Spielzeugkisten investiert werden. Spielplatzpate Ralf Rüther berichtete das er sich schon mehrere Kisten angesehen hätte, diese aber nicht gut geeignet seien. „Ich habe aber gerade noch ein Spielhaus mit integrierter Aufbewahrungsmöglichkeit entdeckt, das sieht richtig gut aus und entspricht auch unseren Wünschen.“ Der Stadtteilbeirat kam überein diese nun zu bestellen.

Beim nächsten Programmpunkt ging es um die Barrierefreiheit am Nonnenpädken. Durch die steilen Treppenstufen (in Höhe der Familie Scheipermeier) könnten weder ältere Menschen noch Behinderte diesen Weg nutzen. Außerdem hätten Radfahrer keine vernünftige Möglichkeit ihre Räder an der zweiten Treppenanlage, die unter anderem auch zu der Fachwerkanlage von Heinz Pöpping und zur Gaststätte „Zum Hellhügel“ führt, hoch oder runter zu schieben. An dieser Anlage etwas zu ändern sei seitens der Stadt jedoch nicht vorgesehen. Ralf Rüther machte den Vorschlag: „Man kann doch einfach neben der Treppe so eine halbe Röhre einbauen wie wir es von der Bockholter Emsfähre her kennen, das kostet doch auch gar nicht viel.“ Rüther möchte in Form eines Hinweiszettels die Stadt noch einmal auf dieses Problem aufmerksam machen.
  1. Anwohnerin Marion Ulbig berichtete über das derzeitige Müllproblem im Elter Erholungsgebiet.
Nun kam die Sprache auf die illegale Müllentsorgung im Elter Erholungsgebiet. Anwohnerin Marion Ulbig berichtete von den vielen Sperrmüllfunden, von überquellenden Mülleimern die nur sehr selten geleert würden von herumliegenden Flaschen und jeder Menge Plastik- und Papiermüll. „Müll liegt hier leider immer aber in den letzten 12 Monaten hat sich das gefühlt um 80 Prozent gesteigert!“, so die Elteranerin.“ Sie habe inzwischen unzählige Telefonaten mit Behörden geführt, darunter auch das Forstamt genauer der Forstbetriebsbezirk Rheine/Hörstel. Dort bekam sie die Auskunft das einige Mitarbeiter bereits in psychischer Behandlung seien weil sie mit dem Stress der illegalen Müllkippen nicht mehr klar kämen. „Wenn selbst die Beamten damit überfordert sind, wie sollen wir Betroffenen dann damit umgehen?“

Karin Kühling, Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative Dorf.Land.Zukunft. (DLZ) die Ulbig schon seit einigen Monaten bei ihrem Kampf gegen den Müll unterstützt, sagte: „Wir bringen jetzt jede Müllablage zur Anzeige, denn nur dann können Polizei, Ordnungsamt und Technische Betriebe offiziell gegen Müllsünder einschreiten. Wir sind nicht gewillt diese Umweltfrevel weiter hinzunehmen.“ Auch wünsche man sich mehr Mülleimer, die regelmäßig geleert würden. Bisher stünden gerade mal zwei Eimer an der Flagenstraße/Pfifferlingsweg. „Viel zu wenige für dieses Gebiet und zudem sind die beiden Vorhandenen dann auch noch ständig überfüllt“, so die DL´lerin.

Stadteilbeiratsmitglied Ulrich Limbrock berichtete das er, wenn er mit seinen Hunden spazieren ginge immer eine Mülltüte dabei habe und Müll einsammle. In diesem Zusammenhang machte er auch gleich auf die Aktion „Sauberes Elte“, die am 23. März stattfindet, aufmerksam. „Wir sollten uns wirklich mit einer großen Menge an Leuten treffen und gemeinsam diesen ganzen Dreck wegmachen!“, sagte Limbrock. Sonst nähmen meist nur wenige Privatpersonen und Vereine an dieser Aktion teil. Nur gemeinsam sei dieses umfangreiche Problem zu lösen.

Karin Kühling kam nun auf das Tempolimit im Erholungsgebiet zu sprechen. Es seien in dem Gebiet nur 30 km/h zulässig, doch so gut wie keiner hielte sich daran. Anwohnerin Marion Ulbig konnte dies nur bestätigen: „Manchmal kann ich mich nur mit einem großen Satz in Sicherheit bringen, wenn wieder einer dieser Raser an mir vorbeibrettert. Ich möchte nicht wissen wie viele Tiere schon angefahren wurden und sich schwer verletzt ins Unterholz geschleppt haben, wo sie dann elendig zu Grunde gegangen sind.“ Man wünsche sich dringend mehr Verkehrsschilder denn genauso wie bei den Abfalleimern gäbe es davon zu wenig. Auch hier soll nun mit Hilfe der Hinweiszettel die Stadt auf das Dilemma aufmerksam gemacht werden.

Dr. Felix Blomberg möchte über die politischen Gremien Einfluss auf den geplanten Straßenausbau/Kanalbau am Ludgerusring/Laugärten“ nehmen.
Nun wurde der Punkt „Straßenausbau Ludgerusring/Laugärten“ von Gertrud Vater angesprochen. Der Ausbau beziehungsweise die Sanierung der Straßen sei schon länger geplant, jedoch seien nicht alle Anwohner damit einverstanden. Aus diesem Grund kam es auch zu einer Unterschriftenaktion. Dr. Felix Blomberg, ein betroffener Anwohner hatte auch schon Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann zu diesem Thema angeschrieben und bekam nach geraumer Zeit auch Antwort. In dieser Mail wurde mitgeteilt dass nun mehr „Kanalerfordernisse“ in der Planung der Stadt im Vordergrund stünden und nicht mehr der Straßenausbau. Die veränderte Positionierung berge, laut Dr. Blomberg, Chancen und Risiken. Denn sollten nur Kanalarbeiten erforderlich sein, sei der Kostenträger ausschließlich die Technischen Betriebe (TBR), also die Stadt Rheine. Sollte in diesem Zuge auch die Straßensanierung angegangen werden, würden die Gesamtkosten mit Hilfe eines Schlüssels auf die Anwohner umgelegt. Ziel müsse es sein die Pläne der Stadt auf den Kanalbau zu beschränken.
Dr. Blomberg möchte nun über die politischen Gremien Einfluss auf diesen Umstand nehmen. Die zuständige und anwesende Ratsfrau Birgitt Overesch schlug vor, einen kurzfristigen Termin für eine weitere Bürgerversammlung anzuberaumen, zu der auch die zuständigen Fachleute der Stadt Rheine eingeladen werden sollen.

Wer am 23. März an der Aktion „Sauberes Elte“ teilnehmen möchte kann sich dazu unter Tel.: 05975 9191966 anmelden.

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