Freitag, 13. Juli 2012

Birgit Sendker

„Flexibilität muss man als Zeltlagerköchin schon mitbringen“, sagt Birgit Sendker lachend.
 
Für über 60 Kinder und Erwachsene kochen, backen, auftischen, täglich den großen Hunger und Durst stillen, improvisieren, Grenzen setzen, Ansprechpartnerin sein für alle, heimwehgeplagte Kinder trösten, kleine Wunden heilen: Dies und noch viel mehr leistet Birgit Sendker als Köchin des SG Elte Ferienlagers.
Die neun bis 15 Jahre alten Elter Kinder profitierten von den hervorragenden Eigenschaften ihrer Lagerköchin. Auf die Frage, ob sie für die Erlangung ihrer Fähigkeiten einen Kurs besucht habe, lächelt sie nur und antwortet: „Als Mutter ...
...von zwei Kindern lehrt einen das Leben zu improvisieren, das übertrage ich auch auf das Ferienlager“.

Rechtzeitig habe sie sich bereits im letzten Jahr um Hilfe und Tipps bemüht und in ihrer Schwägerin, einer ferienlagererprobten Köchin, auch eine geeignete Ansprechpartnerin gefunden. „Von ihr habe ich einen Ordner mit Mengenangaben zum Einkaufen und Kochen bekommen, denn für so viele Personen hatte ich vorher noch nie gekocht“, freut sich die 42-Jährige.
Deshalb sei  es wichtig, dass der Speiseplan bereits vor Beginn der Reise feststehe. „Die Mengenplanung ist abhängig vom Alter der Kids und ob es sich um Jungen oder Mädchen handelt“, so die zweifache Mutter und fährt schmunzelnd fort: „ Jungs in der Pubertät haben einen viel größeren Appetit als die „Kleinen“. So stehen Senkers berühmte „Spaghetti Bolo“ auch in diesem Jahr wieder mindestens einmal auf der Speisekarte.
„Nach dem letzten Lager habe ich die verbrauchten Mengen ermittelt und konnte dadurch die Kalkulation immer exakter anpassen.“ Deshalb weis die Elteranerin auch das 20 Gläser Nussnougatcreme und 10 Kilogramm Schinkenwurst nicht reichen werden. „Davon hatten wir im letzten Jahr einfach zu wenig. Flexibilität muss man schon mitbringen. Falls die Wurst zu Ende geht wird eben ein Salat eingeplant.“
Als engagiertes Mitglied der Landfrauen achtet Sendker selbstverständlich  auf ein ausgewogenes Verhältnis der Nahrungsmittelgruppen. „Zwischendurch gibt es immer einen Obstteller von denen sich die Kinder so viel nehmen können wie sie mögen“, sagt Birgit Sendker. krk

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