Montag, 30. Juli 2012

Die letzten Tage in Elte

Zum Abschied von Urijokondera Kasaona, von allen liebevoll „Mamz“ genannt, gab es für alle Beteiligten ein gemeinsames Grillfest.
 
„Es hat Spaß gemacht eine andere Kultur und Deutschland kennen zu lernen“, sagt Urijokondera Kasaona. Die namibische Fußballnationalspielerin lebt seit neun Monaten in Elte und ist von Deutschland begeistert. Eine Namibianerin bei sich zu Hause zu haben, sei für alle eine interessante Erfahrung gewesen, berichtet Gastmutter Astrid Lunkwitz.

„Mir gefällt die deutsche Sprache“, sagt Urijokondera, die in ihrer Heimat als Lehrerin arbeitet und Englisch und Afrikaans unterrichtet. Das sie ein Händchen für Sprachen hat merkt man ihr an, denn inzwischen spricht die junge Frau schon recht gut deutsch.
„Der Austausch war eine schöne Erfahrung“, meint sie. Vor allem der erste Schnee
bliebe ihr für immer in Erinnerung. In ihrer Heimat sinke das Thermometer selten unter die Marke von 20 Grad, und dauerhafte Temperaturen über 30 Grad seien in Namibia keine Seltenheit. „Wir haben bei ihrer Ankunft im Oktober nicht schlecht gestaunt“, erinnert sich Gastvater Bernd Lunkwitz schmunzelnd „Mamz stand, nur mit Flip Flops und T-Shirt und Shorts bekleidet, bibbernd vor Kälte am Flughafen. Wir haben umgehend für Abhilfe gesorgt und warme Sachen zum Anziehen gesammelt.“

Über Artur Rose vom DFB Verbandsjugendausschuss, der die namibische Nationalmannschaft, vor zwei Jahren, zu einem Freundschaftsspiel nach Hauenhorst einlud kam der Kontakt zur Elter Gastfamilie Lunkwitz zustande. Mit Hilfe von Manfred Wietkamp von der Ausländerbehörde Rheine, dem Vorstandsvorsitzenden Ralf Kamp vom TV Jahn, der Direktorin der Gertrudenschule Hildegard Güldenhöven und der Gastfamilie Lunkwitz schaffte er es der Nationalspielerin hier einen Aufenthalt zu ermöglichen. Sowohl beim TV Jahn als auch in der Grundschule konnte Kasaona als Betreuerin der Kinder arbeiten und sich so finanziell über Wasser halten.

Die vielseitige junge Frau spielte auch während ihres Aufenthalts, in Elte, bei Germania Hauenhorst Fußball. Auf die Frage was ihr am besten an ihrem bisherigen Aufenthalt gefiele antwortet Urijokondera Kasaona: „die vielen netten und hilfsbereiten Kinder und die lieben Mädchen von Germania.“

Doch die Zeit ihres Austausches neigt sich langsam dem Ende zu. Ihre weitere Reise führt sie nach Heidelberg wo sie bereits von der nächsten Gastfamilie erwartet wird. Bereits Ende des Monats verlässt „Mamz“ die Lunkwitz, bei der sich die junge Frau sichtlich wohl gefühlt hat. krk

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