Sonntag, 28. April 2013

Diamant Hochzeit von Franz und Hildegard Glasmeyer



Franz Glasmeyer und Ehefrau Hildegard, geborene Overesch sagten am 29. April 1953 „Ja“ zu einem gemeinsamen Leben. Heute feiern sie im Kreis der großen Familie das Fest der Diamantenen Hochzeit.

Dass sich das Paar kennengelernt hat, das haben sie wohl einigen unscheinbaren Papierkügelchen zu verdanken. „In der Volksschule saß Hildegard an einem Nachbartisch vor mir, damit sie sich mal nach mir umdreht, hab ich ihr Papierkügelchen zugeworfen“, erzählt der 87- Jährige schmunzelnd. Fast acht Jahre lang gingen sie zusammen in die gleiche Schule. „Ich hab ihr oft eine Kleinigkeit mitgebracht, eine Blume, ein Butterbrot oder auch einen Apfel“, verrät Glasmeyer.

Dann funkte den Beiden der Krieg dazwischen. „Es war damals nicht immer leicht“, erinnert sich der Elteraner. Nachdem er aus der Kriegsgefangenschaft wieder nach Hause gekommen war, musste er ganz von vorne beginnen. Denn bedingt durch eine ...
... Kopfverletzung gab er sein Theologiestudium auf. „Ich konnte mir die lateinischen Vokabeln einfach nicht mehr merken.“ Sein damaliger Dozent gab ihm den Rat.“Werden Sie ein gesunder Landwirt“ und genau das machte er dann auch.
Seine heutige Frau Hildegard half zu der Zeit bereits ihrem Vater, Eltes Bürgermeister, als Sekretärin. Auch sie wurde während des Krieges schwer verletzt. An das Wiedersehen, nach dem Krieg, können sich beide nicht mehr genau erinnern. „Meine Frau leidet unter Demenz und mein Gedächtnis lässt auch nach“, so Franz Glasmeyer.
Was er jedoch noch weis ist: „ Man sah sich, ging zusammen aus und dann waren wir uns bald einig das wir heiraten wollen.“ Den Bürgermeister um die Hand seiner Tochter zu bitten, fiel ihm nicht leicht. Hatte dieser doch immer zu Hildegard von ihrem Franz abgeraten. Unterstützung bekam das Paar jedoch von Hildegards Mutter, die meinte:“ Nimm den man das ist ein Guter.“
Vier Kinder kamen zur Welt: Michael, Udo, Gabriele und Maria. Beruflich entwickelte sich Franz Glasmeyer weiter. Er verkaufte Landmaschinen, arbeitete als Gechäftsstellenleiter beim Aufbau einer Krankenkasse in Niedersachsen, kehrte dann aber nach Elte zurück, gründete und leitete die Agentur des Landwirtschaftlichen Versicherungsvereines Münster in Rheine, die er nach 20 Jahren an seinen ältesten Sohn Michael übergab.
Sowohl Franz als auch Hildegard Glasmeyer waren einen Großteil ihres Lebens in verschiedenen Vereinen und Institutionen aktiv. Gerade auch das Singen hatte es den Beiden angetan. Der 87-Jährige sang über 60 Jahre in den verschiedensten Kirchenchören als 1.Tenor mit. Auch leitetete er selbst, in Oldenburg, einen Kirchenchor.
Bis vor etwa sechs Jahren konnte man den Rentner, mit der Motorsäge, den Wald durchforsten sehen. Wo er Bäume zu Kaminholz verarbeitete und dieses dann verkaufte.
Die Feier mit den vier Kindern, Schwiegerkindern, zehn Enkeln und vier Urenkel findet am Samstag 4.Mai um 11 Uhr in der Gaststätte „Zum Splenterkotten statt.
Die Münsterländische Volkszeitung gratuliert zur Diamantenen Hochzeit und wünscht noch viele gemeinsame Jahre. krk
 



Erinnern sich zusammen gerne an vergangene Zeiten – Franz und Hildegard Glasmeyer, die jetzt ihre Diamantene Hochzeit feiern.


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