Dienstag, 16. April 2013

Jubiläumsfeier des Heimatvereins am 21. April



Als Theo Weischer zusammen mit den anderen Ratsherren des Kulturausschusses Elte auf die Idee kam einen Heimatverein zu gründen, ahnten diese noch nicht auf wie viel Anklang die Idee bei den Elteranern stoßen würde. Gleich 33 Heimatfreunde waren am Abend des 12. April 1973 erschienen, gründeten den Verein und wählten Weischer als 1. Vorsitzenden und Lehrer Bernhard Teigelkamp als dessen Stellvertreter. Damals war Elte mit seinen etwa 1300 Einwohnern noch eine selbstständige Gemeinde im Amt Rheine. Dies änderte sich im Jahr 1975 als die umliegenden Gemeinden in die Stadt Rheine eingegliedert wurden. „Wir Ratsmitglieder wussten das und haben uns deshalb schon vorab überlegt ...
... einen Verein zu gründen der sich auch weiter in Elte um die Belange und die Kultur des Dorfes kümmert“, berichtet Weischer. Das Ziel des Verein war es sich für die weitere Entwicklung des Dorfes, um die Erhaltung dörflicher Merkmale und dörflicher Kultur zu engagieren. Dazu gehören aber auch Schutz der Landschaft und der Natur, Denkmalspflege, Förderung des Geschichtsbewusstseins, die Pflege des Brauchtum und vor allem der heimischen plattdeutschen Sprache.
Schon bald nach Gründung des Vereins kam der Wunsch auf ein Heimathaus zu bauen. Da sich zu der Zeit kein geeignetes Gebäude in günstiger Lage anbot, suchte man nach einem Fachwerkhaus, das man translozieren konnte. Dieses fanden die Vereinsmitglieder auf dem Hof Willer- Essmann (heute Fiedler), in der Elter Bauernschaft Heine gelegen. Ein Heuerhaus aus dem 18. Jahrhundert, absolut baufällig, früher als Brennerei und später als Geräteschuppen genutzt. Schon bald fand sich auch ein geeignetes Grundstück, auf Trieckels Kämpken, an der Straße „Zum Hermannsweg“, gegenüber dem Dorfplatz. Ebenfalls gelang es dem Heimatverein ein, aus dem 19. Jahrhundert stammendes, Backhaus zu erwerben. Beide Gebäude wurden fachgerecht und in kompletter Eigenleistung des Vereins und mit der fachlichen und finanziellen Hilfe der Stadt Rheine abgetragen, an der Straße „Zum Hermannsweg“ wieder aufgebaut und unter Denkmalschutz gestellt. Hinzu kamen noch ein Bauerngarten und ein Immenschuer. „Das war damals das wohl größte Projekte des Vereins“, erinnert sich Weischer.
Aber auch vielen anderen Aktionen und Projekten, viele davon wurden bereits vom Kulturausschuss, unter Leitung von Werner Overesch ins Leben gerufen, hat sich der Heimatverein in den nun folgenden Jahren gewidmet. So entstand schon bald der beliebte Trimm -dich-Pfad in Elte. Was folgte war der Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“, das örtliche Naherholungsgebiet, Wanderwege, Waldlehrpfade, Ruhebänke und vieles mehr.
Es gibt noch so viele weitere Aufgaben die sich aufdrängen, dafür brauchen wir junge engagierte Menschen mit Zukunftsvisionen“, sagt Theo Weischer.
Doch erst einmal freut er sich zusammen mit allen Heimatfreunden auf die große Jubiläumsfeier, die am Sonntag 21 April, stattfindet. Nicht mit Sternmarsch oder Spielmannszügen feiert der Verein das 40-jährige Bestehen. Vielmehr will der Heimatverein seine Arbeit im Heimathaus mit einer Ausstellung präsentieren.
Die Jubiläumsfeier selbst startet um 9.30 Uhr mit einer plattdeutschen Messe in der Ludgeruskirche Elte, mit Pater Preun und dem Kiepenkerlchor aus Nordwalde. Ab 11 Uhr beginnt der Empfang zum Festakt in der Gaststätte „Zum Splenterkotten“ mit musikalischer Umrahmung vom Kiepenkärlchor. Es folgen die Begrüßung durch den Vorsitzenden des Heimatvereins Hubert Wältring, das Grußwort der Bürgermeisterin, der Report „Min Iälte“ des Arbeitskreises Geschichte, der Vortrag „Ehrenamtliches Handeln?!“ von Kreisheimatpflegerin Reinhild Finke und die Ehrung der Gründungsmitglieder des Vereins. Um 13.30 Uhr folgt dann die Eröffnung der Ausstellung im Heimathaus mit Begegnung und Unterhaltung bei Kaffee u. Kuchen. krk


Das heutige Heimathaus fanden die Vereinsmitglieder auf dem Hof Willer- Essmann   (heute Fiedler), in der Elter Bauernschaft Heine. Ein baufälliges Gebäude das im 18.      Jahrhundert als Heuerhaus und später als Brennerei und Geräteschuppen genutzt wurde.

  1. Das Backhaus stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde auf dem Hof Lampe in Heine entdeckt.



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