Freitag, 26. Juli 2013

Elte fährt in die Zukunft

 
Elteraner Initiative lädt ein zur gemeinsamen Busfahrt am 3. August zu lebendigen Dorfprojekten zum Thema „Nahversorgung“ und „Wohnen im Alter“ nach Jülich und Legden

Wir können ja nicht alles wissen. Deshalb: Reisen bildet“. So steht es auf dem Ankündigungsplakat der Elteraner Bürger-Initiative DORF. LAND. ZUKUNFT. Die Gesamtinitiative und ihre Projektwerkstätten „Wohnen im Alter“ und „Nahversorgung“ werden am 3. August um 8 Uhr alle bereits aktiven Elteraner und weitere Interessierte mit an Bord eines Busses nehmen. Ziel: Barmen-Jülich und Legden. Beide kleinen Orte haben es geschafft, tolle Projekte zum Thema „Nahversorgung“ und „Wohnen im Alter“ zu verwirklichen. Ziel ist das Lernen von Anderen und der Austausch zwischen allen bereits aktiven Projektwerkstätten in Elte und weiteren Interessierten. Anmeldungen laufen jetzt.

In Elte ist in den vergangenen Wochen viel passiert. In zehn Arbeitsgruppen (Projektwerkstätten) haben sich Elteraner Bürger zusammengeschlossen und arbeiten
zu verschiedenen Themen an der Zukunft des Dorfes. Die Projektwerkstatt Kommunikation, zuständig für den Informationsfluss der Initiative, informiert das Dorf mit Postern, Flyern, einem Newsletter und einer neuen Homepage über aktuelle Aktionen und Ansprechpartner der verschiedenen Werkstätten. „Wir wollen noch weitere Bürger motivieren, mitzumachen“, betont Helena Hövels als Ansprechpartnerin der Projektwerkstatt Kommunikation. Und ergänzt das Ziel der Initiative: „Wir wollen alle aktiven Menschen an Bord eines Busses bekommen, uns während der Fahrt über bisherige Erfahrungen austauschen und neue Ideen von anderen aktiven Dörflern einsammeln.“

Anfahrtsstationen sind zwei Dörfer, die in NRW, obwohl klein, Großes erreicht haben. Das DORV-Zentrum bei Jülich ist ein Beratungszentrum zum Aufbau von Nahversorgungs-Dienstleistungen auf dem Lande. Heinz Schrader und die Projektwerkstatt „Nahversorgung“ in Elte haben bereits Erfahrungen zum Thema unter anderem in Welbergen gesammelt. „Barmen-Jülich hatte alles an dörflichen Dienstleistungen verloren. Heute können sie anderen zeigen, wie man auf dem Lande nicht nur einen Dorfladen genossenschaftlich initiiert, sondern auch weitere Dienstleistungen an einem kleinen Ort wieder aufbaut.“ Er erhofft sich „konkrete Tipps für nächste Schritte und die grössere Sensibilisierung junger und älterer Elteraner für das Thema.“

Neben Barmen-Jülich steht das in NRW augezeichnete „Zukunftsdorf im Alter“ in Legden auf dem Programm. „Wir haben begonnen, erste Ideen für „Wohnen im Alter“ in Elte zu konkretisieren. Jetzt geht es darum zu schauen: wie machen andere Dörfer die konkrete Umsetzung!“, sagt Thomas Schnellenberg von der Projektwerkstatt „Wohnen im Alter“. Legden gilt hier im westlichen Münsterland als Vorzeigebeispiel. Im Anschluß an eine Einführung durch den Bürgermeister in das Gesundheitskonzept des Dorfes und bereits verwirklichte Projekte steht der Besuch von ausgestellten Modellwohnungen im Alter und kleinen Mehrgenerationswohnungen auf dem Plan. Bei dem Thema ist auch Margreth Kellers von der Caritas Elte Expertin: „Das schöne an dieser Tour ist: wir haben alle die Chance, mit vielen engagierten Menschen zu sprechen, uns von ihren und unseren eigenen Erfahrungen ermutigen zu lassen, und neue Ideen für unser Dorf zu entdecken.“ Helena Hövels ergänzt schmunzelnd: „Wir brauchen die Erfahrung von außen. Deshalb: Willkommen an Bord“!

30 Plätze sind noch frei. Wer also am 3. August an der Fahrt teilnehmen möchte meldet sich direkt bei Heinz Schrader Tel. 05975 490 oder Thomas Schnellenberg Tel. 05975 8509. Der Unkostenbeitrag für den Bus beträgt 14 Euro. Mittagessen, Kaffee und Kuchen ist organisiert (auf Selbstzahler-Basis). Die Abfahrt ist um 8 Uhr ab Dorfplatz Elte und das vorraussichtliche Ende der Fahrt um 18.30 Uhr

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