Mittwoch, 28. August 2013

Floßbauer Maik Engel


 
Mark Twains Tom Sawyer, erlebte spannende Abenteuer, als er mit einem Floß den Mississippi entlang trieb. Eine Floßfahrt ist auch heute noch der Inbegriff von Abenteuer. Dazu muss es nicht immer der Atlantik oder Mississippi sein, das geht auch auf der Ems.


Ein guter Freund von Maik Engel hatte daran gezweifelt, dass der 20-Jährige ihn mit einem selbst gebauten Floß auf dem Badewannenrennen in Elte besuchen würde. Der Zimmermann belehrte
ihn eines Besseren. In knapp sechs Stunden trieb er von Sinnigen bis zur Bockholter Emsfähre in Elte.
Schon auf den ersten Blick sieht Engels Floß richtig einladend aus. „Es ist ein Hausfloß mit allem drum und dran”, lächelt der Emsdettener. Und das stimmt. Auf dem Floß steht ein bunt bemaltes Haus, es gibt eine Terrasse die von einem kleinen Holzzaun eingerahmt wird. „Wir haben einfach an alles gedacht“ verrät der junge Mann sichtlich stolz und führt seine Musikanlage lautstark vor. Doch das ist längst nicht alles. Im Innern des schmucken Häuschen befindet sich ein bequemes Etagenbett das sich Engel mit seinen beiden Freunden „Bambam“ (Sebastian Bagmann) und Jonas Overmann teilt. Und auch an das leibliche Wohl haben die Drei gedacht. Mitgebrachte Würstchen bereiten sie auf dem extra dafür installiertem Grill zu und die Getränkekisten kühlen sie in zwei hinter dem Floß treibenden Luftmatratzen. „Wir haben sogar Licht, schließlich wussten wir ja das wir im Dunklen ankommen würden.“
Ein Lenkrad hat das Floß allerdings nicht. „Man lenkt einfach durch Gewichtsverlagerung”, erklärte Maik Engel. Für den Notfall habe er ein Ruderpaddel an Bord. Die Floßterrasse ist mit Campingstühlen bestückt, auf denen die Abenteurer bequem Platz finden und die Fahrt auf der Ems, mit einem kühlem Getränk in der Hand, genießen konnten.
Auf dem Weg hierher haben wir noch drei Leute aufgegabelt die auch nach Elte wollten, die Fahrräder haben wir einfach auf das Hausdach gebunden“ berichtet Engel amüsiert.
Insgesamt drei Tage haben die Freunde an dem Floß gebaut, immer nach Feierabend und mit Materialien die sich auf dem Bauernhof von Engels Eltern angesammelt hatten. „Das Floß hat praktisch nichts gekostet”, sagte er. Das Holz für das Häuschen sei von seinem Arbeitgeber der Zimmerei Heeke gesponsert worden.
Zurückbauen will er das Floß nicht, denn im nächsten Jahr sei ja wieder Badewannenrennen. „Das war echt super hier, wir kommen wieder!“ krk




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