Montag, 4. November 2013

Übergabe Unterschriften



Im Ton freundlich, in der Sache aber konsequent und deshalb letztlich unnachgiebig: Dezernent Axel Linke und Fachbereichsleiter für Jugend, Familie und Soziales Raimund Gausmann haben am Montagmorgen 753 Unterschriften, für weitere Ü3 Plätze im Ludgerus-Kindergarten Elte, von den Eltern der betroffenen Kinder und Stadtteilbeiratsvorsitzende Gertrud Vater, entgegengenommen.
Hoffnungen, dass dieses Vorhaben vielleicht Wirklichkeit werden könne, machten
sie den Elternvertretern nicht. „Ich weis das ist ein schwieriges Thema aber ich habe mich an die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu halten. Es macht keinen Sinn sich hier vor Ort die Köpfe einzuschlagen. Deshalb werde ich das Thema auch mit der Landtagsfraktion besprechen“, versprach Dezernent Linke.
Auf den Einwurf von Gertrud Vater das Pastor Groß sich für die Notlösung „mobiles Raumsystem ausgesprochen habe antwortete Axel Linke: „Bevor diese Idee entstand wurde der Träge angeschrieben und dessen Antwort war eindeutig - es wird keine weitere Gruppe in Elte geben.“ Von einer „Notlösung“ habe er seitens des Trägers bis lang noch nichts gehört. Schließlich sei alles auch eine Frage der Finanzierung. Er sei aber bereits in dieserSache im Kontakt mit der Zentralrendantur.
Elteranerin Barbara Kamphues-Neumann berichtete von der Unterschriftenaktion die man in kürzester Zeit gesammelt habe, um so zu verdeutlichen das die Elteraner ihre Kinder auch in ihrem Kindergarten untergebracht haben wollen. „Ein beliebter Kindergarten ist eine Visitenkarte für ein beliebtes Dorf und ein lebendiges Dorf muss wachsen, warum also nicht auch unser Kindergarten?“ Raimund Gausmann antwortete: „Es gibt ja immer noch die Alternative die Kinder in anderen Kindergärten anzumelden. Gellendorf oder Mesum halte ich für zumutbar.“ Kamphues-Neumann entgegnete: Sie wisse das in Mesum, Rodde und Altenrheine ebenfalls Kindergartenplätze fehlen würden. „Von jedem Angestellten wird heutzutage Flexibilität erwartet, warum kann die Stadt nicht auch flexibel sein und die Plätze nach Bedarf verteilen?“ „So etwas ist nicht möglich“, erwiderte Axel Linke. Auf die Frage ob die Unterschriftensammlung jetzt reiche um zu verdeutlichen das der Bedarf nach mehr Ü3 Plätzen bestehe, antwortete Linke: „Die Liste reicht aus, ich werde die Unterschriften an den Jugendhilfevorstand und an die Bürgermeisterin weiterleiten das versichere ich Ihnen.“


Gertrud Vater: „Für ein mobiles Raumsystem hätten wir in Elte schon fast eine komplette Gruppe zusammen. Wir wären aber auch mit einer Alternative wie das Anmieten einer Wohnung, um dort die Kinder unterzubringen, einverstanden. Uns ist an Allem gelegen das die Kinder im Dorf verbleiben können. Meiner Meinung nach geht der Bedarf an der Planung vorbei. Ich habe das Gefühl es ist schon alles entschieden, für mich eine sehr unbefriedigte Situation. Schade finde ich das Bürgermeisterin Dr. Angelika Kordfelder keine Zeit für uns hatte.
Barbara Kamphues-Neumann: „Ich bin enttäuscht, es zählt anscheinend nur noch die Wirtschaftlichkeit eines Kindergartens. Klar bringen die so genannten Bonuskinder (U3) mehr Geld ein, da der Betreuungsaufwand größer ist (Windelwechseln ect.) aber die Menschlichkeit bleibt für mich dabei völlig auf der Strecke. Mehr Kindergartenplätze würde für Elte auch den weiteren Zuzug junger Familien bedeuten.
Sandra Könnig (Vorsitzende des Elternbeirats): Im Dorf Elte gibt es noch Zusammenhalt und Gemeinschaft - und wo lernt man das am Besten?`- Genau in der Familie, im Kindergarten und später in der Schule. Ich finde die Anonymisierung unser Gesellschaft erschreckend und damit das meinen Kindern nicht passiert möchte ich das sie zusammen mit anderen Elteraner Kinder hier in Elte zum Kindergarten gehen. Unsere Hoffnung ist das mobile Raumsystem, nein nicht nur Hoffnung sondern eine Forderung!“ krk




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