Mittwoch, 11. Dezember 2013

Konzert "Brass for Partnership"

Auf eine musikalische Reise ins ferne Afrika wurden die Besucher des „Brass for Partnership“ Konzerts, das in der Ludgeruskirche in Elte stattfand, am Sonntagnachmittag entführt.
Die Blechbläser aus dem Kirchenkreis Tecklenburg, unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Martin Ufermann, spielten nicht nur auf ihren Instrumenten, sondern berichteten eindrucksvoll von ihren Erlebnissen, die sie während ihrer Reise durch
Namibia genauer gesagt in Windhoek, Otjiwarongo sammeln konnten.
Afrika ist geprägt von einer tiefen, alle Lebensbereiche umfassenden Musikalität. Wo immer Menschen zusammenkommen, was auch immer sie bewegt, findet seinen Niederschlag in Liedern, Tanz und Rhythmus“, so Ufermann. Um eine Brücke zwischen Schwarz und Weiß herzustellen gäbe es nichts besseres als die Musik. „Wir waren fasziniert von dieser ursprünglichen Musikalität, der Leidenschaft, der ansteckender Fröhlichkeit und von dem mitreißendem Schwung der Nigerianer.“
Was nun folgte war ein Revival vieler Musikstücke die die Bläser auf ihrer Tour durch Namibia gespielt hatten. Darunter Stücke wie die „Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel aber auch das bekannte Volkslied „Die Gedanken sind frei“ zu dem die Afrikaner immer so gerne getanzt hätten.
Erstaunlich ist was die namibischen Musiker aus ihren oftmals alten, notdürftig geflickten und verbeulten Instrumenten herausholten", lobte Kerstin Hemker die Afrikaner. Die Pfarrerin und ihr Mann Reinhold, die seit Jahrzehnten die Partnerschaft der Kirchenkreise Tecklenburg und Wesel mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche der Republik Namibia in Otjiwarongo betreuen, begleiteten „Brass for Partnership“ auf ihrer Tour.
Für uns war das ein absoluter Glücksfall“, griff Ufermann wieder das Wort auf. Die vielen Kontakte des Ehepaares hätten den Reisenden viele Türen geöffnet. „Wo der Bus auch anhielt und wir ausstiegen, sofort waren Menschen da, die die Hemkers kannten“, berichtete der Kirchenmusikdirektor. Das Hintergrundwissen und viele Informationen, zahlreiche Eindrücke und Begegnungen hätte die Gruppe ohne die Begleitung des Paares wohl nicht mitnehmen können, betont Ufermann beeindruckt.
Gänsehautfeeling“ gab es für den Leiter und sein elfköpfigen Ensembles als sie gemeinsam mit einer schwarzen Jugendbrassband in einer Kirche der Weißen aufgetreten sei. „Man muss dabei wissen das „Schwarz und Weiß“ nicht nur getrennte Gottesdienste feiern sondern auch sonst größtenteils nach Hautfarben getrennt leben“, so Martin Ufermann. „Wir haben Brücken für die Menschen gebaut, indem wir Musik spielten, zu der die Menschen dazu in ihrer jeweiligen Sprache gesungen und sogar den einen oder anderen Walzer im Staub zwischen Blechhütten getanzt haben, ich hätte nie gedacht, dass so etwas möglich ist“, erinnert sich Ufermann an das schöne Miteinander der Menschen.
Es folgte Musik aus drei Jahrhunderten von Sakralmusik bis hin zu Pop und Swing und selbstverständlich auch Gospel um die musikalische Reise durch Afrika zu komplettieren. Mit dem Lied Engel, auf dem Felde (Gloria in excelsis Deo) beendeten „Brass for Partnership“ dann die musikalische Safari durch die geheimnisvolle Welt Afrikas und somit auch den offiziellen Programmteil. Doch das begeisterte Publikum war mit dem Ende des Konzertes noch nicht einverstanden und forderte mit Nachdruck eine Zugabe. Das Blasorchester folgte dieser Forderung nur allzu gerne und spielte noch „Joy to the World“, bevor sie dann vom Publikum entlassen wurden.
Kerstin Hemker bat anschließend um eine Spende, bei der über 300 Euro zusammenkamen und die den Menschen in Namibia zu Gute kommen sollen. krk



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