Montag, 10. Februar 2014

1. Elter Scheunenkino



-krk-RHEINE-ELTE. Zum 1. „Elter Scheunenkino“ hatte am vergangenen Samstagabend die Gruppe „Jung und Alt des Dorf.Land.Zukunft Projektes eingeladen. Es war ein Riesenevent und dieser bescherte einen Publikumsandrang, der kaum zu bewältigen war. Das Veranstalter-Team rund um Gabi Scheipermeier wusste kaum noch, wie die Kinofans in der begrenzten Räumlichkeit untergebracht werden sollte. Irgendwann ging nichts mehr. Die, die noch kamen, mussten sich
mit dem Vorzelt begnügen und konnten den Film „die Feuerzangenbowle“ nur noch von draußen hören. 
 
Schon beim Betreten der alten Scheune kam Nostalgie auf. Das Team rund um Gabi Scheipermeier hatte alles Nötige getan um die Scheune in einem stimmungsvollen Filmvorführraum zu verwandeln. Am Eingang wurden die vielen Zuschauer auf eine Reise in die Vergangenheit geschickt. Denn Dutzende von Schwarz-Weiß-Fotos hingen an den Wänden und zeigten Generationen von Elteraner. Die alten Scheunenmauern dagegen wurden von peppigen Farben angestrahlt. Denn bunte Lichterketten beleuchten die Theke, an der es heiße Feuerzangenbowle und Popcorn zu kaufen gab. Diese Atmosphäre fand großen Anklang bei den Besuchern des Kinoabends, die sich mit warmen Decken und vielen Kissen bewaffnet hatten, um den kühlen Temperaturen zu trotzen. Dies gelang mühelos denn das Veranstalterteam hatte sogar für eine Heizmöglichkeit gesorgt.
Scheipermeier zeigte sich in ihrem Willkommensgruß erfreut über den großen Zuspruch zur Idee für einen solchen Abends. Dankte dem Heimatverein (Bereitstellung der Toiletten), Helmut Schulte-Walter (Bereitstellung der Scheune) und der Tankstelle Homann (Bereitstellung der Bestuhlung). Das jedoch mit einigen Unterbrechungen denn der Riesenerfolg machte sie dabei stellenweise einfach sprachlos: „Es ist so toll das ihr Alle gekommen seid, wir freuen uns riesig und ich wünsche Euch allen einfach nur ganz viel Spaß“, sagte sie atemlos.

In gespannter Stille verfolgte das Publikum dann vor und in der alten Scheune das 90-minütige Geschehen der „Feuerzangenbowle“ auf der Leinwand. Die ist 3 mal 3,5 Meter groß und garantierte den Gästen dabei einzigartige Kino-Atmosphäre.

Als sich die alten Freunde von Johannes Pfeiffer ihre Schulstreiche erzählen und mit der Feuerzangenbowle anstoßen, prosten sich auch die Elteraner zu. An Pfeiffers erstem Schultag, morgens um sieben läutet sein Wecker, jetzt will auch Brigitte Elbeshausen ihren mitgebrachten Wecker rattern lassen, doch sie verpasst ihren Einsatz und sagt lachend: „Dann eben nicht.“ Und in der Szene, in der der Pennäler für seinen Tischnachbarn mit einem Spiegel die Wanderung der Goten auf einer Landkarte nachzeichnet, gehen in der Scheune einige Taschenlampen an und verfolgen den Weg mit. Die Stimmung ist ausgelassen. Einige Elteraner sprechen die bekanntesten Szenen des Films sogar mit. Zum Beispiel, wenn Lehrer Schnauz seinen Schülern im Chemieunterricht „einen wönzigen Schlock“Heidelbeerwein aus dem Reagenzglas gibt. Das Highlight ist natürlich das Ende, wenn Johannes Pfeiffer endlich das Herz seiner Eva, der Tochter des Direktors, erobert. Die Elteraner schmelzen dahin, seufzen und bekommen einen sentimental-verklärten Blick, bevor sie sich beschwingt auf den Weg nach Hause machen.


In der Großstadt brauchen die Leute Bespaßung, weil sie nichts mit sich anzufangen wissen“, sagte einer der vielen Kino-Besucher am Ende des Abends. Auf dem Land hingegen sei man viel zu beschäftigt, um dauernd Kulturprogramm zu brauchen. Nein, der Grund, sich aufs Scheunenkino zu freuen, sei nicht Langeweile oder kulturelles Ausgehungertsein.„Was hier einzig und allein zählt ist die Dorfgemeinschaft.“
So sieht es auch Gabi Scheipermeier : „Es geht um viel mehr als nur ums Filmegucken. Wir wollten Jung und Alt zusammen bringen und das ist uns mit der heutigen Veranstaltung mehr als nur gelungen!“






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