Freitag, 14. Februar 2014

Pfarrsekretärin Marion Schulte Mesum



-krk-RHEINE-ELTE. Vor Marion Schulte Mesum türmen sich Papierstapel, neben ihr wirft der Drucker ratternd und ohne Pause ein Blatt nach dem anderen heraus. Für die neue Pfarrsekretärin in Elte gibt es viel zu tun – vor allem muss sie sich in die Verwaltungsabläufe einarbeiten


Donnerstagnachmittag, kurz nach 15 Uhr im Pfarrbüro Elte. Der Computer fährt gerade hoch. Und schon
läutet das Telefon. Dann ein kurzes Klopfen an der Tür - ein älteres Ehepaar das seine Goldhochzeit plant. Die Pfarrsekretärin greift zum Kalenderbuch, bespricht mögliche Termine für ein Gespräch mit Pastor Panna und nennt schon einmal mögliche Uhrzeiten für den Gottesdienst.

Seit Anfang Februar begann für die 47-Järige ein neuer Lebensabschnitt. Denn nachdem die Mutter zweier Kinder zuerst nur hin und wieder die Vertretung der drei Pfarrsekretärinnen in der Seelsorgeeinheit Elmeshorst übernahm, ist sie nun fest für Elte zuständig. Dabei bringt sie alles mit was zu diesem Posten gebraucht wird. Ihr Wirkungsort ist in Elte, ihr Wohnort in Hauenhorst und in ihrem Namen findet sich sogar der Ort Mesum wieder. „Mehr geht nicht“, lacht die gelernte Kauffrau.



Nun arbeitet sie an der Schnittstelle zwischen Pfarrer und Gläubigen, ist Anlaufstation für alles, was in einer Pfarrgemeinde zu regeln, organisieren und besprechen ist. Meine Hauptaufgabe sind organisatorische Dinge“, sagt Schulte Mesum während sie einen Infozettel mit einem Hochzeitsterminen für ihren Chef schreibt und es schon wieder an der Haustür klingelt. „Das ist das Schöne und auch das Wichtige an meinem Beruf, dass ich mit vielen unterschiedlichen Menschen zu tun habe“, nennt Marion Schulte Mesum einen der Hauptgründe, warum sie so gerne als Pfarrsekretärin arbeitet. „Es ist eine abwechslungsreiche, wertvolle und spannende Arbeit.“


Auch sei die Arbeit sehr erfüllend, doch die Anforderungen stiegen stetig. Wesentlich hektischer sei alles geworden. „Kein Wunder, denn die Einheiten sind durch Zusammenlegung der Pfarreien ja wesentlich größer als früher“, erklärt die fast schüchtern wirkende Frau. Außerdem sei die „Kundschaft“ anspruchsvoller geworden, benötige viel mehr Informationen, weil die meisten, vor allem der jüngeren Leute einfach weniger Bescheid wüssten. „Pfarrsekretärinnen sind häufig für viele Menschen – oft nach langer Zeit wieder der erste und manchmal auch der letzte Eindruck, den sie von der Kirche bekommen. Wenn nach einem Todesfall ein Begräbnis zu vereinbaren ist, wenn es bei Krisen und Problemen um die Vermittlung von Beratungsstellen geht oder wenn jemand wegen eines Kirchenaustritts kommt – in allen Fällen ist das nötige Gespür wichtig“ sagt die Hauenhorsterin,

Das sie in große Fußstapfen trete sei ihr mehr als bewusst. Ihre Vorgängerin, Monika Schnellenberg, kam aus Elte und war und ist im Golddorf bestens bekannt und sehr beliebt. „Ich hoffe die Elteraner geben mir eine Chance, denn auch ich möchte ein positives Bild von der Kirche vermitteln. Und jeder der in das Pfarrbüro kommt, soll das Gefühl haben, dass ich mich gut um sein Anliegen kümmere“, unterstreicht Marion Schulte Mesum.

Worauf sie sich im Moment aber am meisten freue sei der Umzug in das neue Pfarrheim, das Mitte April bezugsfähig sein dürfte. „Ich bin froh das wir keinen zu strengen Winter hatten, denn auch so habe ich schon oft gefroren“, schmunzelt die 47-Jährige. Und Jeder der das alte Gemäuer kennt weiss wovon sie redet.

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