Sonntag, 9. März 2014

"Für uns solls rote Rosen regnen"


-krk-RHEINE-ELTE. Was für ein wunderbarer Konzertabend im Landgasthaus Eggert in Elte: Mit dem Engagement von Heike Wältring ist der Initiative Dorf.Land.Zukunft ein großer Wurf gelungen.


Es war eine familiäre Stimmung, die im Landgasthaus herrschte. Und bevor die gebürtige Elteranerin Heike Wältring überhaupt den ersten Ton sang, gab es bereits Jubelrufe
und langanhaltenden Applaus für die, als Gundschullehrerin arbeitende, Sängerin. Auch Wältring, die inzwischen in Dortmund lebt, strahlte ihre Freude über den „Heimatauftritt“ aus und gab den Zuschauern damit viel von dem zurück, was sie der Musikerin durch Aufmerksamkeit und viel Applaus entgegenbrachten. Elegant, in einem schwarzen, glitzernden Spitzenkleid und mit grüner Federboa um den Hals, sagte sie: „Es ist schön, wieder in meinem Heimatdorf zu sein.“
Die einfühlsame Stimme Wältrings war es, die am Samstagabend mit Liedern wie „Lilli Marleen“, „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ oder „Für mich solls rote Rosen regnen“ jeden Gast in ihren Bann zog und nicht selten für Gänsehaut sorgte. Wer die Augen schloss hatte das Gefühl, als wenn die Diven Marlene Dietrich oder auch Hildegard Knef vom Film-Olymp herabgestiegen wären, um ihre unvergessenen Lieder noch einmal zu singen.
Lieder wie „Sag mir wo die Blumen sind“ könnten einen Absturz der Stimmung herbeiführen. Aber es gelang Heike Wältring gemeinsam mit ihrer Band, bestehend aus Martina Geisler (Gitarre), Tjorven Seegers (Geige) und Christian Przybyl (Piano) auf geniale Art, die Hörer mitzunehmen und emotional aufzufangen.
Das Programm von Wältring war aber nicht nur den weltberühmten Filmstars und Diven Marlene Dietrich und Hildegard Knef gewidmet, mit deren Lieder sie sowohl mit leidenschaftlich aufbrausenden als auch mit gefühlvoll gehauchten Gesangspassagen ihre Zuhörer beeindruckte. Geschickt gelang ihr der Übergang zum heiteren Teil des Abends. Und schnell wurde den Besuchern im zweiten Teil des Konzerts klar wohin die musikalische Reise mit Liedern wie „Tears in heaven“ von Eric Clapton, „Halleluja“ von Leonard Cohen und „Cecilia“ von Simon und Garfunkel nun noch führen würde.
Dynamisch gingen die Leute mit und bewegten ihre Köpfe zum Takt der Musik, die von den Musikern nahezu perfekt gespielt wurde. Die Harmonie in den Liedern schwappte auf die Menschen im Landgasthaus über und sorgte für richtig gute Stimmung. „Es ist toll, was diese Frau hier abliefert“, erzählt ein Besucher seiner Begleitung und beginnt anschließend direkt wieder mit dem aufmerksamen Lauschen der Musik.
Die Sängerin mit der facettenreichen Stimme und ihre Band hatten sich vorgenommen, das Publikum mit Darbietungen zu überraschen, die eigentlich nicht zum Standardprogramm der Vier gehören. So gelang es ihnen ein mitreißendes und überzeugendes Programm vorzubereiten, das so spannend war wie ein Hollywoodfilm. Kein Wunder, dass da eine Zugabe nicht reicht. Das Publikum war gnadenlos. Da half auch kein Hinweis auf die fortgeschrittene Zeit. Aber diesen Preis für den Erfolg zahlten Heike Wältring und Band natürlich gern.
Bei der anschließenden After-Show-Party gab es für Familie, Freunde und Nachbarn noch die Gelegenheit ein paar private Worte mit Wältring zu wechseln.









Keine Kommentare:

Kommentar posten