Freitag, 18. April 2014

DLZ Gruppe „Kindergarten und Schule" baut Insektenhotels


-krk-Die Gruppe „Kindergarten und Schule“ der Initiative Dorf.Land.Zukunft. (DLZ) machten jetzt mit Hilfe von Imker Herbert Bülter den Kindern des Kindergartens St. Ludgerus, in Elte, Lust auf Natur.

Wildbienen und andere Insekten brauchen Nistplätze, um ihre Eier abzulegen – und wir brauchen die Insekten, damit sie unsere Obstbäume und Blumen bestäuben. Deshalb sollten wir sie einladen um in unseren schönen Insektenhotels zu wohnen“, sagt Imker Herbert Bülter. Die Kids sind begeistert und bohren, hämmern und werkel wie wild drauf los um nach und nach ein kleines Paradies für Ohrwürmer, Marienkäfer und Florfliegen entstehen zu lassen. Mit beiden Armen
greift eines der Kinder in einen Berg getrocknetes Laub. Der Steppke presst das Bündel gegen den Bauch, transportiert es konzentriert zu einem Holzrahmen und legt es dort auf ein paar angebohrte Holzscheite. „Gut gemacht“, lobt Nicole Tappe, eine der Mitorganisatoren der Aktion. „Da werden sich die kleinen Käfer aber freuen.“
Mit vielen anderen Müttern, Vätern, einigen Opas und einer kleinen Schar Kinder zieht Tappe an diesem Morgen in einigen Insektenhotels ein paar neue Stockwerke ein. Stöckchen sind dort bereits hinein geschichtet und Baumscheiben, in welche die junge Frau soeben mit den Kindern Löcher gebohrt haben. Ziegelsteine mit Hohlkammern finden sich ebenfalls in den Rahmen, die die Väter dem Kindergarten umsonst gebaut haben. Dazu noch kleine Töpfe, gesammelte Tannenzapfen, Ziegelsteine – und eben ein Haufen Laub. 
 
Imker Herbert Bülter erklärt den Kindern weiterhin gerne alles mit viel Geduld: „Wir bauen die Hotels für die Käfer und Bienen nicht zum Urlaub machen, sondern als Nisthilfe, also sozusagen als Geburtshaus.“
Die Erwachsenen und Kinder waren so fleißig dass das Füllmaterial, am Ende der Aktion, für das große Insektenhotel nicht mehr reichte. „Dabei haben die Kinder wirklich viel gesammelt“, sagt Nicole Tappe erstaunt und fährt fort: „dann müssen die Kids eben in der nächsten Woche noch mal losziehen.“ Sie habe als einer der Planer die Aktion als reinen Selbstläufer empfunden. Außerdem hätte sie so einiges über Insekten und Wildbienen gelernt und es habe riesig Spaß gemacht mit ihrem Sohn zu werkeln.
Auch der Imker zeigte sich begeistert über das Engagement der kleinen Naturforscher, er lobte diese und machte sie darauf aufmerksam das schon ganz bald die ersten kleinen Krabbler und Schwirrer einziehen würden. „Dann könnt ihr sehen wie Insektenbabys ausschlüpfen und ausfliegen oder einfach nur das wimmelige Rein-Raus-Rein-Raus beobachten.“



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