Dienstag, 24. Juni 2014

Freundeskreis Pater Vincent Jahreshautversammlung



-krk-RHEINE-ELTE. Der Freundeskreis Pater Vincent traf sich, am Sonntag, zur Jahreshauptversammlung im Gemeindezentrum Elte, um Rückblick auf das vergangene und Ausschau auf das kommende Jahr zu halten. Der Vorsitzende Karl-Heinz Wild eröffnete die Versammlung und freute sich, das auch
Werner Evers von der Firma Evers aus Hörstel und Pater Vincent Nakaana (gerade zu Besuch in Deutschland) der Einladung gefolgt waren. „Es ist so schön Vincent, das du dabei bist und uns selber aus deiner Heimat berichten kannst!“, sagte Wild zur Begrüßung.

Im Anschluss folgte der Bericht des Schriftführers, den der 2.Vorsitzende Ralf Dinkels übernahm, über die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Er gab Einblick in die Statistik des Vereins mit zurzeit 34 Mitgliedern und 7 Patenschaften. Im vergangenen Jahr habe man den Freistellungsbescheid bekommen und sei nun gemeinnützig. Auch sei man bei den Amtsgerichten Nordrheinwestfalens registriert. Durch die Registrierung erhalten wir Gelder durch Geldauflagen in Ermittlungs-, Straf- und Gnadenverfahren“, erklärte Dinkels. Von hier sei bereits ein erster größerer Geldbeitrag eingegangen. Ebenso gab es eine Spende aus der Irma Pfeiffer-Stiftung als Zuwendung für Wasserprojekte. Durch die Aufstellung von Info-Tafel auf einer Veranstaltung in Münster seien 300 Euro hinzu gekommen. Auch das Kartoffelfest habe dann noch mal wieder „richtig Geld in die Kasse gespült“.

Da die Vereinsmitglieder Werner und Margret Reeker und auch Werner Evers von der Firma Evers (Wassertechnik und Anthrazitveredelung aus Hörstel) im Februar diesen Jahres zu Besuch in Katimba waren, übernahmen diese Drei nun den weiteren Bericht. Wasserexperte Werner Evers berichtete von einem Bassin in dem das Regenwasser, vom Dach der Kirche in Katimba, aufgefangen werde. Allerdings sei das Dach mit sehr viel Vogelkot verschmutzt und auch das lange Stehen in den ungereinigten Becken führe zu Kornterminierung des Wassers. „Das Wasser in dem Becken reicht aber nie bis zur nächsten Regenzeiten, dann müssen die Menschen auf ein Wasserloch zurückgreifen das sonst nur zur Versorgung des Viehs und der Plantagen dient und das sogar noch stärker mit Bakterien verseucht ist als das Bassin.“ Dies habe zur Folge das von den circa 600 Kindern grundsätzlich etwa ein Drittel, insbesondere durch Magendarmerkrankungen, krank sind und die Schule nicht besuchen können.
Margret und Werner Reeker waren vor allem über die Armut in Uganda entsetzt: „Es war wirklich schockierend in welchen Verhältnissen dies Menschen dort leben müssen.“ Werner Evers pflichtete ihnen bei und sagte: „Ich bin nun wirklich viel in der Welt herum gekommen aber Uganda ist der Höhepunkt allen Elends!“


Das Resümee des Vorstand sei nun ein spezielles Membransystem (australischer Hersteller) und eine Chlordioxidanlage zu installieren. Dieses zusammen mit einem Vogelschutz werde im Oktober verschifft werden. Desweiteren soll der Erdtank gereinigt und entschlammt werden. Eine gefährliche Arbeit die ohne Schutzmasken nicht möglich sei.

Ralf Dinkels berichtete bei den Patenschaftsprojekten von derzeit 13 Kinder die vom Verein unterstützt werden. Außerdem sei Pater Vincent Schulgeld für Schüler zur Verfügung gestellt worden. Auch werde der Verein die Ausbildung eines Jugendlichen zum Automechaniker übernehmen. Nachdem Vincent in die neue Gemeinde Lawamanga versetzt wurde ,sei nun zu klären inwieweit Schüler der neuen Gemeinde ebenfalls zu unterstützen seien.

Vincent Nakaana erzählte nun aus dem Leben in der neuen Gemeinde Lawamanga. Er sei dabei eine Bananen- und Kaffeeplantage anzulegen. Dies gestalte sich als sehr schwierig da das Erdreich sehr hart sei und auch Bananen- und Kaffeepflanzen nur schwer zu beschaffen seien.

Als nächstes folgte der Kassenbericht von Werner Reeker. Hier standen Einnahmen in Höhe von etwa 6020 Euro Ausgaben in Höhe von etwa 1250 Euro gegenüber. Anschließend wurde der gesamte Vorstand einstimmig entlastet. Da es bei der Vorstandswahl nur darum ging zwei neue Kassenprüfer zu finden, war diese innerhalb von wenigen Minuten schon wieder zu Ende. Ulf Berge und Ina Overesch übernahmen diese Posten.

Tasso“ Wild dankte anschließend allen Mitgliedern für die vielseitig geleistete Arbeit, insbesondere aber Ralf Dinkels für seinen „unermüdlichen Einsatz an allen Fronten“. Auch freute er sich über den familiären Zusammenhalt im Verein. „Es ist schön mit euch zusammenzuarbeiten, das fühlt sich wie eine große Familie an.“
Über neuen Zuwachs würde sich nicht nur der 1.Vorsitzende sondern der gesamte Verein und selbstverständlich auch Pater Vincent freuen. Wer nun also Lust bekommen hat selber mitzuarbeiten oder den Verein finanziell zu unterstützen, kann sich unter www.freundeskreis-pater-vincent.de weiter informieren oder gleich Karl-Heinz-Wild unter Tel. 05975 8903 kontaktieren. Der Mitgliedsbeitrag beträgt übrigens nur 12 Euro im Jahr.

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