Mittwoch, 22. Oktober 2014

Goldhochzeit Varelmann




-krk- Eine Goldhochzeit kann ganz schön anstrengend sein. Besonders in einer langjährig gewachsenen Nachbarschaft, in der das Ehepaar Maria und Bernhard Varelmann lebt. Denn eine ganze Woche wird dort die Goldhochzeit der beiden gefeiert. 
Am ersten Tag wird
der Kranz ausgemessen. Am nächsten Nachmittag wird das Beil für das Grün geschärft. Während die Frauen dann die Rosen basteln, holen die Männer in der Zwischenzeit das Grün. Anschließend wird der Kranz gebunden und der nächste Abend ist dann dem Schmücken gewidmet. „Bei und gibt es sogar zwei Kränze“, berichtet Bernhard Varelmann sichtlich stolz und fährt fort: „einen hier bei uns am Haus und einen an der Gaststätte in der wir unsere Goldhochzeit feiern.“ Den Tag Ruhepause, der danach folgt, haben sich alle redlich verdient, um am eigentlichen Festtag fit zu sein.
Kennengelernt haben sich die Beiden auf dem Schützenfest in Ahlintel eine kleine Bauernschaft in Emsdetten. Als Bernhard, der zusammen mit seinem Bruder aus Neuenkirchen angereist war, die 17-jährige Maria sah war es gleich um ihn geschehen. „Ich wusste sofort mit der wollte ich den Abend verbringen.“ Heute blicken beide auf 50 Jahre Eheglück zurück, aber: „Das lief nicht immer geradeaus“, schränkt Maria Varelmann ein, die weiß: „Man muss sich zusammenreißen, zusammenfinden und Kompromiss machen.“
Das Leben des Ehepaares, das zwei Kindern das Leben schenkte, war von Arbeit geprägt. Maria arbeitete vor ihrer Ehe als Näherin in ihrem Heimatort Borghorst und Bernhard der eigentlich gelernter Landwirt war, arbeitete zu dem Zeitpunkt in einer Stromfabrik. Schon vor ihrer Verlobung im Jahr 1959 erwarb das Paar einen Bauplatz in Elte, wo sie 1962 ein schönes Einfamilienhaus errichteten. Als 64 dann endlich geheiratet wurde, gab Maria ihre Arbeit als Näherin auf um sich voll und ganz dem Haushalt zu widmen. Bereits ein Jahr später stellte sich mit Stefan der erste Nachwuchs ein, gefolgt von Sohnemann Jürgen (1970). Inzwischen blicken die Jubilare voller Stolz auf ihre vier Enkelkinder, die ebenfalls alle in Elte wohnen, und stehen ihrer Familie mit Rat und Tat zur Seite.
Jetzt im Alter hat der 77-Jährige auch wieder Zeit für sein liebstes Hobby – dem Harmonikaspielen aber auch Haus und Hof kommen nicht zu kurz. Besonderes Augenmerk legt das Paar auf den Garten, den sie mit viel Freude und Fleiß pflegen. Für die Zukunft wünschen sich die beiden vor allem Gesundheit und Frieden in ihrer „wunderbaren Nachbarschaft, mit der man Pferde stehlen kann“, so das sympathische Paar lachend.

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