Mittwoch, 5. November 2014

Nachwuchs beim Spielmannszug




-krk-Es ist laut, sehr laut. Aus der kleinen Querflöte von Isabella Promehl kommen schiefe Töne und Luke Könnig schlägt mit Wucht seine Stöcke aufeinander. Geduldig und offensichtlich
lärmunempfindlich erklärt Lyraspielerin Heike van der Giet, den Rhythmus. Sie will mit dem Schnuppertag für Nachwuchs für den Spielmannszug der Ludgerus Schützengilde Elte sorgen.

Neben der Trommel haben die beiden Kids auch Querflöte und Lyra im Übungsraum des Gemeindezentrums ausprobiert. Das Glockenspiel Lyra, das an ein Xylophon erinnert, kannten sie zuvor gar nicht. Doch nicht nur das Instrument, sondern auch die Möglichkeiten bei einem Spielmannszug seien recht unbekannt, sagt van der Giet: „Bei uns lernt man ebenso die Noten wie in der Musikschule. Mitspieler erhalten eine musikalische Ausbildung.“ Der Vorteil am Spielmannszug: Man kann sich mehr ausprobieren.
Das machen Isabella und Luke lautstark mit Begeisterung. Die 8-Jährige hatte von Anfang an schon ihr Lieblingsinstrument gefunden: die Querflöte. „Die hört sich am schönsten an“, so die Grundschülerin. Sie scheint ein Naturtalent zu sein, denn sie bekommt schon einen Ton hin – wenn auch etwas schief. Es ist sehr schwer einen Ansatz zu finden. Am besten übt man mit einer Flasche, in die gepustet wird“, erklärt Katharina Löcken das Spielen auf dem Instrument. Zusammen mit Nicole van der Giet bringt sie dem Nachwuchs die Flötentöne bei. Während dessen hat sich Pascal van der Giet, zusammen mit den beiden anderen Trommlern Christian Ewering und Philipp Krüssel (gehörte im letzten Jahr zu den Neuzugängen), des 6-jährigen Luke angenommen. Lautstark trommeln sie gemeinsam und der Junge schlägt mit seinen Sticks den Takt dazu.

Leider ist die Leiterin des Spielmannszugs, Yvonne Mersch, an diesem Abend aus gesundheitlichen Gründen nicht verhindert. Doch sie wird bestens durch die van der Giets vertreten. Denn auch Papa Markus ist an diesem Abend mit von der Partie. Er schlägt das Becken oder auch die große Trommel und sogar immer öfter die Lyra. Aber nicht alle Elteraner sind so aktiv wie diese Familie. „Oft werden Kinder ausgebildet, die dann in den Teenagerjahren auf Grund anderer Interessen oder aus Zeitmangel den Unterricht abbrechen. Und so entstehen immer wieder Probleme mit dem Nachwuchs“, sagt van der Giet.


Isabella und Luke sind Image- und Nachwuchsprobleme egal. Sie sind einfach davon überzeugt, dabei zu bleiben. Halten sie ihr Versprechen, dann haben sie schon am Sonntag beim St. Martinsumzug ihren ersten großen Auftritt.


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