Montag, 8. Dezember 2014

Immer Mittwochs in Elte "Altersgerechtes Wohnen"


-krk- Altersgerecht wohnen, war das Thema des „Mittwochs in“-Abends im Rahmen der monatlichen „Neue Enegie für Elte“- Veranstaltungsreihe der Klimastelle Rheine, der Bürgerinitiative Dorf.Land.Zukunft und dem Stadtteilbeirat Elte, der auf dem Fachwerkhof von Heinz Pöpping stattfand.
Elisbaeth Nagelschmidt vom Caritasverband
Rheine hielt einen beeindruckenden und anschaulichen Vortrag, geschmückt mit anschaulichen Bildern und Metaphern. Die „Die Notwendigkeit die eigene Wohnung im Alter anzupassen, vergleiche ich gerne mit dem Bild einer Jacke, die nicht mehr passt, in der ich mich lange wohl gefühlt habe, die aber nicht mehr den Veränderungen meines Körpers entspricht“, so Nagelschmidt. Was für den agilen Körper eine Leichtigkeit sei, könne im Alter oder bei Behinderungen eine Falle werden. Für die Interessierten wurde dies erschreckend deutlich, als Nagelschmidt anhand von Bildergegenüberstellungen Treppen, Toiletten, Hausaufgänge und Küchen darstellte, vor und nach dem altersgerechten Umbau. Eine Besucherin betonte: „ich habe erst durch die Augen meiner Mutter gelernt, wie viele Stolpersteine in unserem Haus sind, als sie im Rollstuhl saß. Die Toilettentür war zu klein, die Wendung unmöglich, die Tür ging nach nach innen auf und vieles Weitere mehr.“

Menschen mit Behinderungen nehmen selbst häufig Belastungen im Haus auf sich, weil sie es nicht anders gewohnt sind, weil sie nicht wissen, dass es auch leichter gehen kann. Oder weil sie keine fremden Menschen ihre Wohnung zeigen wollen. Der Stolz und die eigene Pein stehen auch manchmal im Wege. Oder es ist die Angst vor den hohen Umbaukosten, die Menschen abhalten, erleichternde Maßnahmen zu ergreifen. Elisabeth Nagelschmidt machte deutlich was viele leider nicht wissen: Schon bei Pflegestufe 0 mit ersten Demenzerscheinungen werden ab dem Jahr 2015 bis 4000 Euro Umbaukosten bezuschusst. Bei jeder Pflegestufenerhöhung kämen jeweils weitere 4.000 Euro dazu. Und es gibt noch weitere Darlehens- und Zschussfinanzierungen bei Schwerstbehinderungen für größere Umbauten von der KFW und der NRW Bank mit etwa 1Pozent Zins.


„Es ist oft notwendig, die Kinder anzusprechen anstatt ihre Eltern von der Notwenigkeit für altersgerechte Umbaumaßnahmen überzeugen zu wollen“ wusste Margreth Kellers von der Caritas Elte. Sie kennt Beispiele, indem die Handwerker in der Verwandtschaft selbst Maßnahmen ergriffen haben ohne sich vorher gut beraten zu lassen. „Ein geschultes Auge sieht einfach mehr und deshalb rate ich auch allen älteren Menschen: „Nehmen Sie die Beratung von Frau Nagelschmidt in Anspruch. Es lohnt sich und zahlt sich auch aus.“


Elisabeth Nagelschmidt ist telefonisch für Beratungstermine unter Tel.: 05971 862-348 oder wohnberatung@caritas-rheine.de erreichbar.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen