Montag, 8. Dezember 2014

Regenwasseraufbereitungsanlage für Katimba


Die Installation einer Regenwasseraufbereitungsanlage für Katimba ist derzeit das große Ziel des „Freundeskreises Pater Vincent“ einem Elter Verein der in Kooperation mit dem Rheiner Partnerverein „Hilfe für Menschen in Uganda - Pfarrer John Kennedey Lubega“ die Wasserinfrastruktur in Uganda verbessern will.
Aus diesem Grund waren Werner Evers von der Firma Evers Wassertechnik und Anthrazitveredelung, der
Elektriker Heinz Kröger und der Elteraner Brunnenbauer Thomas Fendesack, für etwa zwei Wochen in Uganda, um in Katimba die Installation einer Regenwasserfilteranlage vorzubereiten. Schon im Vorfeld des Besuchs wurden die Wasserfilteranlage und einige Quick-UP-Pools verschifft, die nun vor Ort entsprechend zum Einsatz kamen.
Zunächst galt es die Regenwasserzisterne, die seit Jahrzehnten nicht gesäubert wurde, zu entschlammen und die Elektrik für die spätere Inbetriebnahme der Regenwasserfilteranlage vorzubereiten. Die Zisterne, die mit einem 3-Kammersystem ausgestattet ist, wurde 1963 von Engländern gebaut und seitdem nie gereinigt. „Vor allem die 1.Kammer mit dem Haupteinlauf war besonders verschlammt“, sagt Thomas Fendesack. Mit mehreren einheimischen Helfern war es ihm zuvor gelungen das Wasser der Zisterne in die bereit gestellten Quick-Up-Pools zu pumpen, wo das Wasser mit Entflockungsmittel gereinigt wurde.
Über 30 Zentimeter Schlammschicht galt es nun aus der Zisterne zu entfernt. Alte Schuhe, Dutzende von Stöcken und sogar eine Schlange wurden dabei entdeckt. „Es war nur gut das wir Hilfe von den Einheimischen hatten, ich hätte nicht gewusst wie ich mit der Schlange umzugehen habe“ berichtet Fendesack. Nach der weiteren Säuberung der Zisterne wurde das gereinigte Wasser zurück in die Zisterne gepumpt.
Das Wasser in der derzeitigen Regenwasserzisterne, die ein Volumen von 50.000 Litern fasst, ist physikalisch verschmutzt und bakteriologisch mit Coliformen und Pathogenen, Keimen höchstgradig verunreinigt“, sagt Werner Evers. Die neue Regenwasseraufbereitungsanlage reinige das Wasser komplett nach deutscher Trinkwasserverordnung und entferne somit alle Schmutzstoffe. Die anschließende Desinfektion, bei der Chlordioxid zum Einsatz kommt, tötet fast 100 Prozent aller Bakterien und Keime, sodass das Wasser sogar als Babynahrung verwendet werden könne. Im Schnitt seien Eindrittel der Kinder vor Ort wegen ständiger Magendarminfektionen krank und könnten aus diesem Grund nicht zur Schule gehen. „Durch die Aufbereitungsanlage wird sich der Krankenstand in der Folgezeit deutlich reduzieren“, betonte Evers.
Auch die Wasserpumpe musste in Katimba ausgetauscht werden. Diese Aufgabe übernahm ebenfalls Thomas Fendesack. Elektriker Heinz Kröger konnte bereits die elektrischen Verkabelungen vornehmen, um die Wasserfilteranlage beim nächsten geplanten Besuch von Thomas Fendesack im März nächsten Jahres, dann in Betrieb zu nehmen.
Für 2015 plant der „Freundeskreis Pater Vincent“ neben der Inbetriebnahme der Regenwasserfilteranlage einen Monteur über die Kirchengemeinde in Uganda einzustellen, der die Technik für die Orte Mbriizi, Katimba und auch zukünftig für Lwamangwa der neuen Gemeinde von Father Vincent zu warten. „Die Wasserleitungen und Elektroinstallationen sind insgesamt in einem sehr schlechten Zustand. Hier gilt es zukünftig Verbesserungen vorzunehmen. Des weiteren wollen wir nun Brunnenbohrungen prüfen, um zukünftig auch außerhalb der Regenzeit die Wasserversorgung zu verbessern“, sagt Ralf Dinkels vom Freundeskreis Pater Vincent. Die neue Gemeinde von Vincent solle zukünftig auch mit eingebunden werden.
Insgesamt bliebe festzustellen, das die Menschen in Uganda wie unsere Vorfahren auf einem Stand von vor 150 Jahren leben. Dieser Zustand liesse sich nicht von heute auf morgen ändern. Es fehle an elementaren Wissen über Dinge die für Europäer selbstverständlich seien. Für Investitionen sei es unerlässlich hier eine Dauerbetreuung zu installieren. Desweiteren plane der Freundeskreis Kontakt mit den sonstigen dort tätigen Organisationen Kontakt aufzunehmen, um die Vorhaben aufeinander abzustimmen, damit nach einer Prioritätenliste die drängendsten Vorhaben umgesetzt werden können. Im ersten Schritt solle ab dem kommenden Jahr Einwohner geschult und in bestimmte technische Bereiche eingewiesen werden.
Dinkels ud Karl-Heinz Wild bedankten sich im Anschluss, im Namen des Vereins, bei Thomas Fendesack,Werner Evers und Heinz Kröger für den Einsatz und deren Unterstützung in Uganda.




BU:
Der Elteraner Brunnenbauer Thomas Fendesack, war für zwei Wochen in Uganda, um in Katimba die Installation einer Regenwasserfilteranlage vorzubereiten.

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