Sonntag, 15. Februar 2015

Volldampf dank Frauenpower Weibliches Dreigestirn führt Elter Narren an

-krk- Gardesitzung, Funkensitzung, Karnevalssitzung – überall feiert das närrische Volk. Und wie jedes Jahr ragte Elte aus dem grauen Einerlei der üblichen Sitzungen weit heraus. „Wahnsinn, Unglaublich, Zauberhaft und typisch Elte“, das waren die
Aussprüche der zahlreichen Gäste bei der Galasitzung der KGE, die am Freitag im Festzelt auf dem Dorfplatz stattfand. Denn kein Prinzenpaar in der bisher gewohnten Mann-Frau-Konstellation hielt in das Festzelt Einzug, sondern das erste weibliche Dreigestirn. Märchenhaft war nicht nur die fantastische Bühnendekoration, sondern auch die Kostüme von Herzkönigin Stefanie Fischer, der weißen Königin Yvonne Oeing und Alice alias Jennifer Leusmann und vor allem natürlich die Stimmung. 
 
Pünktlich um 20.11 Uhr begrüßten Präsident Günter Fege und Sitzungspräsident Markus van der Giet (der als Micki Maus verkleidet war) über 300 Gäste, darunter die örtliche Politprominenz, Bürgermeisterin Dr. Angelika Kordfelder und zahlreiche Vertreter anderer Karnevalsgesellschaften. Gleich zu Beginn wollte „Micki“ wissen: ,,Habt ihr Fantasie? Wollt ihr den Alltag vergessen und Spaß haben?" Die Fragen des Sitzungspäsidenten wurden mit einem lautstarken ,,Ja" beantwortet, das Publikum war von Anfang an mit voller Begeisterung dabei.

Bei der Enthronisierung von Arnold und Ingrid Overesch applaudierte das Publikum noch einmal besonders begeistert. Machte der scheidende Prinz doch mit einem riesigen Strauß roter Rosen seiner Ingrid eine verfrühte „Valentinsliebeserklärung“.
Nun folgte der Schautanz der Kindergarde, die passend zum Motto der KGE „Disneiworld“ zur Musik der Zeichentrickserie „Ducktales“ tanzte. Dann stand dem begeisterndem Einzug des zauberhaften Dreigestirns und ihres prächtigen Elferrats nichts mehr im Wege. In ihrer Antrittsrede wiesen die „Mädels“ auf märchenhafte Zeiten hin, bei der aber auch der Frohsinn nicht zu kurz kommen werde, denn: „In Elte regiert seit heute, die verrückte Frauenmeute!“


Die Elteraner können feiern, das war deutlich, hieß es doch in den folgenden vier Stunden aufstehen, hinsetzen, klatschen, Raketen zünden, schunkeln, singen. Und dann das Ganze von vorne. Die beiden Moderatoren Fege und van der Giet konnten ein Highlight nach dem anderen ankündigen. Und es folgte wirklich ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm mit heimischen und auswärtigen Kräften.
Den Auftakt dazu machte wieder einmal „der Schlawiner“ (Andreas Hille), der alle Lacher auf seiner Seite hatte, als er von Dornröschen (seiner Frau), Futzemännchen (seinem Sohn) und den Schwierigkeiten mit dem Finanzamt erzählte.


Der Schautanz der Jugendgarde zauberte die Geschichte vom „Köing der Löwen“ auf die Bühne. Und die Büttenrede von den „Zwei Lausbuben“ einem ganz jungem Elter Eigengewächs, sorgte für Lachsalven, denn allzu komisch waren ihre Übersetzungen aus dem Jugendjargon. Mit ihrer Zugabe einer türkischen Interpretation des Märchenklassikers „Hänsel und Gretel“ sorgten sie für die erste Rakete des Abends.
Beim Tanz der Juniorinnengarde riss es das Publikum förmlich von den Stühlen als der „Fluch der Karibik“ Einzug ins Festzelt hielt. Unter tosendem Applaus verließen sie die Bühne, und auch Sitzungspräsident Markus van der Giet war begeistert.

Wirklich herrlich und unschlagbar witzig war wieder einmal Hertha (Kabarettistin Angelika Gausmann). Mit ihren Sketchen und Pointen über ihren Mann Ambrosius riss sie die Elteraner zu wahren Begeisterungsstürmen hin. Natürlich kam Hertha nicht ohne Zugabe von der Bühne so das sich die Aktivengarde noch einen Moment mit ihrem Auftritt gedulden musste.
Und schon ging es lautstark mit dem Einzug des Stadtprinzenpaares Jürgen und Andrea Victoria, ihrem Gefolge, der Stadtgarde Rheine und dem Fanfarenzug Aloysius Kiebitzheide, die dem Prinzenpaar ihre Aufwartung machen wollten, weiter. 

Laut wurde es auch im Anschluss mit dem „Kegelclub Musikantenstadel“. Sechs junge Männer die mit Pauken,Trommeln und Trompeten fast eine halbe Stunde lang Vollgas gaben und mit Accessoires wie Paukenbeleuchtung und Konfettikanone für einen stetig steigenden Stimmungspegel sorgten, der sich immer wieder in Schunkeln, mitsingen oder Klatschen äußerte. Doch auch Solomariechen Marina Schrader zog das Publikum anschließend in ihren Bann.

Was nun folgte war das Männerballett „Dorfplatzschwäne Elte“. Als Panzerknacker verkleidet kamen die Jungs auf die Bühne marschiert und auch zwei Polizisten hatten sie nicht vergessen. Zum großen Finale gab es an diesem Abend noch einige Ehrungen und Jubiläen. Für 10 Jahre Mitgliedschaft in der Tanzgarde wurde Nicole van der Giet ausgezeichnet. Besonderer Dank galt Heinrich Wieskötter der den Wagenbauer seine Scheune als auch seine Werkstatt kostenlos zur Verfügung stellt und Lies Könnig die seit der Gründung des Vereins die Kostüme und Uniformen der Mädchen näht. Als Dankeschön erhielt sie einen Blumenstrauß und einen Wellnessgutschein, der von Kosmetikerin Britta Bülter gesponsert wurde.

Danach durfte das Publikum selber ran. Beim Elter Karneval heißt es nämlich nicht „Der Ball ist rund“, sondern „Beim Ball geht’s rund“, und Platz zum Tanzen ist bekanntlich in der kleinsten Hütte. Zu zünftiger Karnevalsmusik, die das“ DJ Team Querbeet“ auflegte, wirbelten die Paare zwischen den Tischreihen umher – Respekt an die Kellnerinnen, die es irgendwie trotzdem schafften, Tabletts mit vollen Gläsern unfallfrei zwischen die schwofenden Menschen hindurch zu bugsieren.


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