Donnerstag, 23. April 2015

60 Jahre Einschulung



-krk- Sie kichern und scherzen – fast wie vor 60 Jahren. Solange ist sie her, ihre Einschulung in die damals nagelneue Ludgerusschule in Elte. 18 Ehemalige trafen sich in ihrer alten Wirkungsstätte und tauschten jetzt Erinnerungen aus.

Wiedererkannt haben sich bei diesem
ersten Treffen nach so langer Zeit nur die wenigsten. Gewiss, bei einigen erinnerten Mimik, Gestik und Temperament an den Schüler, die Mitschülerin von einst. Doch viele begleitete ein großes Fragezeichen. Das Wiedersehen war herzlich, auch wenn das ein oder andere Gesicht nun erst einmal neu zugeordnet werden musste. Vereinzelt hielten die Klassenkameraden sogar Kontakt, denn viele hatte es gar nicht weit verschlagen. „Einige haben sich ganz schön verändert, andere sieht man hin und wieder denn viele wohnen um die Ecke“, sagt Josef Schnellenberg, der schon damals unter dem Spitznamen „Bodo“ bekannt war. Er hatte den Mut, das Klassentreffen zu organisieren. Alle weiteren Mitschüler leben über ganz Deutschland verteilt. Das Wiederfinden habe viele Wochen in Anspruch genommen, und oftmals musste Schnellenberg viele Umwege beschreiten, „aber es hat auch Spaß gemacht“, sagt er.
21 Schüler waren sie im April 1955 gewesen, die die neu gebaute Ludgerus Schule als erster Jahrgang in Beschlag nehmen durften. „Zu der Zeit war Elte noch eine selbstständige Gemeinde und für uns war es etwas ganz Besonderes in so einer schönen Schule eingeschult zu werden.“, erinnert sich Bodo gern an die vergangenen Tage. Alle anderen Jahrgänge hätten von der alten Schule, die auf dem Dorfplatz stand, in die insgesamt drei neuen Klassenräume der Ludgerus Schule umziehen müssen.
Gemeinsam besuchten die Schüler von einst nun die Sehenswürdigkeiten Eltes, an denen sich für sie viele Erinnerungen knüpfen. Einige hakten sich unter und kamen aus dem Erzählen nicht heraus. „Weißt du noch? Haben wir nicht. . . .?“ Als erstes kommt die Kirche dran und dann die Stelle auf dem Dorfplatz auf der damals die alte Volksschule stand. Und schon ist es Mittag. Zusammen wandern die Ehemaligen zu der Gaststätte „Zum Hellhügel“, an der Brückenstraße, wo bereits ein herzhaftes Mittagessen auf sie wartet. Doch das Treffen ist noch lange nicht beendet. Im Anschluss geht es nun endlich zu „ihrer“ Ludgerusschule. „Die hat sich in der Zwischenzeit ganz schön verändert“, sagte Werner Kaulbach, der eigens zu dem Treffen aus Kanada angereist war und damit die längste Anreise hatte. Das die Schule inzwischen einen neuen Namen hat fand nicht nur er sondern viele der Ehemaligen sehr schade. „Schließlich bedeutet so ein Name auch ein Stückchen Heimat“, so der Kanadier. Auf dem Pausenhof war wohl am meisten die Rede von den Streichen die sie ihren damaligen Lehrern Klara Schulte und Theo Weischer gespielt hatten. Vor allem „Bodo“ war scheinbar in dieser Hinsicht kein unbeschriebenes Blatt.
Zum Abschluss des Tages gab es im „Splenterkotten“ Kaffee und Kuchen, wo die Ehemaligen heiter weiter erzählten und in Erinnerungen schwelgen konnten. Und beim Abschied waren sich dann alle einig: „Wir sehen uns wieder“.




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