Montag, 29. Juni 2015

Vogeltaufe


-krk-Wer den Vogel in drei Wochen von der Stange holt, weiß man noch nicht. Aber immerhin hat der Holzvogel, auf den die Elter Schützen beim Schützenfest anlegen werden, jetzt
einen Namen. „Fred Pavo christatus von der Holderfarm“ heißt er - und ist sogar schon feierlich getauft worden.


Getauft wurde der schmucke Vogel im Garten des Elter Königspaares. Die Abendsonne tauchte den Garten in ein warmes Licht, die vielen Gartenstühle luden zum gemütlichen Verweilen ein und vom Grill wehte der Duft von zünftigen Fleischleckereien herüber. Der Spielmannszug der Ludgerus-Schützengilde verlieh der Atmosphäre, mit dem Präsentiermarsch, die musikalisch besondere Note. Keine Frage, das Flair bei der Vogeltaufe am Samstagabend stimmte einfach.

Als Ulrich Limbrock der 1.Vorsitzende der Ludgerus-Schützengilde zur Vogeltaufe schritt, erlebte er dabei wieder einmal eine echte Überraschung. Denn was ihm Vogelbauer Rainer Sendker da präsentierte, „das habe er bei einer Vogeltaufe so noch nicht gesehen“, war Limbrock komplett verwundert über das Prachtexemplar, das da majestätisch auf der Stange thronte. Hier wurde ihm ein detailgetreu ausgearbeiteter Pfau serviert. „Einfach fantastisch und viel zu schade um darauf zu schießen“, entfuhr es Limbrock. Auch ihre Majestät Stefanie Hesping war absolut begeistert über den prächtigen Vogel der in seinen blauen, grünen und goldenen Farben mit der Sonne um die Wette strahlte.

Wir haben gemeinsam mit unseren Nebengängern überlegt was wir für einen Vogel nehmen können. Angefangen sind wir mit einem Bussard und geendet sind wir dann bei Fred“, erzählt die Schützenkönigin lachend. Einen Pfau hätten sie deshalb ausgewählt weil sie den Nebengängern Michael und Ulla Willer vor etwa fünf Jahren ein lebendes Exemplar geschenkt hätten, den diese den Namen Fred gaben. Das Fred ausgerechnet in diesem Jahr verblichen ist scheint ein Omen zu sein, denn sein hölzernes Ebenbild wird ihm in nur wenigen Wochen, in die ewigen Jagdgründe, folgen. Den ausgefallenen Namen verdankt er übrigens Nebengänger Andreas Pohlmeier. „Fred war ja von Anfang an klar aber das war uns zu kurz, also haben wir einfach Pavo christatus dazu genommen. Das ist Latein und bedeutet blauer Pfau.“ sagt der Elteraner.

Der Prachtvogel mit dem gelben Schnabel und blau-weiß umrandeten Augen, hat in diesem Jahr keine ausgebreiteten Flügel, verfügt dafür aber über einen wirklich prächtigen Schwanz, und dem soll es nun ans Leder bzw. ans Pappelholz gehen. „Bevor das eigentliche Königsschießen beginnt, sollen die Schwanzfedern als erstes abgeschossen werden. Für jede Feder gibt es 5 Liter Bier “, verkündete Ulrich Limbrock fröhlich.

Kein Wunder also das die Elter Schützen langsam aber sicher immer unruhiger. Denn im Schützenstaat steht am 18. Juli der große Wachwechsel an. Wer wird Nachfolger von König Michael Hesping und wer ergattert eine der jetzt schon begehrten Pfauenfedern?

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