Dienstag, 29. September 2015

22. Kartoffelfest in Elte

-krk- Riesige Besucherscharen hatten am Wochenende nur ein Ziel, das Kartoffelfest in Elte. Zum 22. Mal in Folge fand es auf dem Elter Dorfplatz statt. Der Heimatverein Elte hatte zu dem Fest eingeladen und die Besucher ließen sich nicht lange bitten und strömten von nah und fern nach Elte.

Damit so ein Fest gelingt, braucht es viele ehrenamtliche Helfer, Prominenz als Gäste, viele Besucher und

himmlischen Beistand. All dies war auf dem Elter Kartoffelfest vorhanden. Gegen Mittag waren bereits sämtliche Parkplätze für Pkws belegt und die Autofahrer mussten sich an den Seitenstreifen der Straßen eine Möglichkeit zum parken suchen. 
Im Mittelpunkt aber standen natürlich die Erdäpfel. Die vielen Gäste kamen zum Fest, um die frisch zubereiteten, dampfenden Pellkartoffeln, Brödelkes, Kartoffelkuchen, Reibekuchen und Kartoffelsuppen geschmacklich zu testen. Die Leckereien wurden durchweg gelobt und der Vorrat in den Gartöpfen und Pfannen, der Wirte Rudolf Brinkmann (Zum Hellhügel) und Markus Wältring (Zum Splenterkotten) ging nie aus. Das man dann auch mal für ein leckeres Kartoffelgericht etwas länger in der Schlange stehen musste, nahmen die Besucher gerne in Kauf.


Der stellvertretende Bürgermeister Udo Bonk war beeindruckt vom regen Treiben auf dem Dorfplatz, wie er in seiner Eröffnungsrede zum Ausdruck brachte: „Das Elter Kartoffelfest ist ein wichtiges Ereignis hier in Elte.“ Die Kartoffel sei aus der Region nicht wegzudenken und würde sogar in vielen Liedern besungen. „Alle Menschen, große und kleine, leben nicht vom Brot alleine, auch Kartoffeln müssen sein, denn die schmecken immer fein“, zitierte er aus einem alten Volkslied.
Zahlreiche Gäste kamen von weiter her. So auch Familie Kemper aus dem niedersächsischen Goldenstedt mit ihren zwei Töchtern Elain, ein Jahr jung, und der vierjährigen Emily. Selbst die Kleine mampfte schon genüsslich eine Pellkartoffel, die ihre Mutter Christine geschält hatte. „Wir sind gerade bei meinem Onkel Werner in Rheine zu Besuch und nutzen die Gelegenheit auch das Kartoffelfest kennenzulernen, von dem mein Onkel uns schon seit Jahren vorschwärmt“, sagte Papa Christoph. Die kleine Familie war begeistert und will im nächsten Jahr unbedingt wieder kommen.
Bewundernde Blicke ernteten die Mitglieder der Elter Trachtengruppe, die in ihren farbenprächtigen Kostümen ein wahrer Blickfang waren. Auf dem Dorfplatz wartete Imker Herbert Bülter aus eigener Herstellung mit Honig- und Wachsprodukten auf. „Ich bin einer der wenigen der von Beginn des Kartoffelmarkts, vor 22 Jahren, an, jedes Jahr hier gestanden hat“, berichtet der Imker stolz. Alfred Lammerskitten bot Lichterbögen aus Holz an. Bei der Gemeindecaritas und auch beim Stand der Grundschule konnte man frisch zubereitete Waffeln erstehen. Die Elter Reservisten waren mit ihrer legendären Erbsensuppe vertreten. Kiepenkerl Heinz Hesping schenkte allen Besuchern einen Zinnlöffel voll Kartoffelschnaps ein und beim Freundeskreis Pater Vincent gab es „Leckeres aus dem Schwienepott“. Aber auch deren Verkaufsstand mit frischem spanischen Olivenöl, als auch der Gewinnspielstand, bei dem man schätzen musste wie viele Kartoffeln sich in einem Glasbehälter befanden, hatten regen Zuspruch. Aber nicht nur der Freundeskreis hatte sich in den Dienst der guten Sache gestellt, denn die Bürgerinitiative Dorf.Land.Zukunft. war ebenfalls für den guten Zweck im Einsatz. Die DLZ Mitglieder verkauften Flohmarktartikel für den Verein Nuevo Dia. 

Das Flanieren auf dem „Hermannsweg“ erwies sich am Sonntag als besonders reizvoll für die Besucher, die sich dort an den dicht an dicht aufgestellten Flohmarktständen umschauen konnten. Auch die Oldtimer-Landmaschinen und -Treckerschau von Peter Schnellenberg, die wie gewohnt auf Tiemanns Wiese stattfand, konnte bewundert werden, genauso wie die Ausstellung im Heimathaus. Und so bot der Aufenthalt in Elte reichlich Gelegenheit, Freunde und Bekannte zu treffen, zu plaudern und auch zu tanzen.



















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