Sonntag, 6. März 2016

Gift-Köder in Elte?


-krk-„Es sind liebenswerte Hausgenossen mit seidig weichem Fell, sie tappen auf ihren Samtpfoten durchs Leben, sind verschmust und wissen ganz genau, was sie wollen.“ So beschreibt Horst Drescher aus Elte den Charakter von Katzen. Die Vierbeiner haben seit jeher eine große Anziehungskraft. Leider nicht auf alle Menschen.
Das musste Drescher nun leider sehr
schmerzhaft erfahren. Denn kommt die Samtpfote nicht zur üblichen Zeit nach Hause, liegt der Verdacht nahe, dass sie überfahren, weggefangen, erschossen oder gar vergiftet wurde. Einige Tage hat er noch hoffen können. Doch jetzt wurde es für den Elteraner traurige Gewissheit. Ghost ist tot. Die 10 Monate alte getigerte Katze, die am Montag 29. Februar spurlos verschwand, wurde jetzt tot aufgefunden. An der kleinen Brücke an der Straße „Zum Hasenpohl“, nahe der Krezung zur „Bachstraße“.

Er habe Ghost zusammen mit ihrer Schwester Shadow vor einigen Monaten aufgenommen, aufgepäppelt und ihnen ein Zuhause gegeben. Schnell seien die Beiden ihm ans Herz gewachsen. Die anhängliche Katze sei immer nur kurz rausgegangen und durch die Gegend gestreift. „Nachts hat sie zusammen mit Shodow bei mir im Bett gelegen“, erzählt der 46-Jährige traurig. Auch Shadow vermisse ihre Schwester und suche ständig nach ihr.
Der Kung-Fu-Lehrer glaubt nicht das Ghost einem Unfall zum Opfer gefallen und vielleicht auf der Straße überfahren worden sei, zumal an dem Kätzchen keine äußeren Verletzungen erkennbar waren. Der Tierliebhaber könnte sich aber vorstellen, dass seine Ghost vergiftet wurde. „Einige meiner Nachbarn haben bereits Anfang des Jahres bemerkt das, an dieser Stelle, klein geschnittene Stückchen Fleisch lagen“, berichtet er. Und Markus Voigtländer, ebenfalls ein Nachbar von Drescher, habe erst vor einigen Tagen einen Markknochen gefunden, der gut versteckt unter Efeu im Gestrüpp lag. Nur durch seine Hündin sei Voigtländer auf den Knochen aufmerksam geworden. Nach eigener Aussage nahm Voigtländer den Knochen sogar mit nach Hause weil er sich nicht sicher war ob sein Hund davon gefressen hatte. Doch da die Hündin keine Zeichen einer Vergiftung zeigte, warf er den Knochen in den Müll.
 
Das es einen oder vielleicht sogar mehrere Katzenhasser in Elte gibt davon bin ich überzeugt“, betont Horst Drescher. Erinnert er sich doch noch gut an den vergangenen Sommer wo immer wieder tote Katzen an der Wiese von seinem Bruder Siegfried abgelegt worden seien und das nicht zum ersten Mal. „Ich finde es erschreckend, wie leichtfertig Leute mit Gift umgehen und das hier in einem Wohngebiet mit vielen kleinen Kindern.
Begraben hat Drescher seine Ghost im Garten - unweit jener Stelle, wo sie vermutlich qualvoll verendete. Aus Kostengründen wollte er das Tier nicht obduzieren lassen. „Ich bin jetzt aber drauf und dran das Kätzchen wieder auszubuddeln und es zum Tierarzt zu bringen“, sagt Horst Drescher. Auch über eine Anzeige bei der Polizei denke er nach.


Was bleibt ist ein mulmiges Gefühl in der Magengegend, vor allem wenn ich an dieser Stelle vorbei komme“, sagt der Elteraner beunruhigt. Schließlich geht er täglich mit seinem Hund „Boss“, einem Alaskan Malamute, mehrere Stunden spazieren und kommt fast immer an dieser Stelle vorbei, so wie viele andere Hundebesitzer auch. 
Mit seinem Aufruf möchte er Katzen- und Hundeliebhaber vor möglichen Giftködern warnen und bittet um Mithilfe bei der Aufklärung zurückliegender Taten.





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