Sonntag, 17. April 2016

JHV der SGE


-krk- Die Sportgemeinschaft Elte sucht eine neue Führung. Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung blieb der Vorstandsposten des zweiten Vorsitzenden unbesetzt, nachdem der bisherige Amtsinhaber, Carsten Promehl, aus privaten Gründen, aus dem Vorstand ausscheidet.


Bereits im nächsten Jahr könnte es
dann für den Verein heißen - Ende, aus, vorbei – das letzte Kapitel für die SGE ist geschrieben. Denn sollten sich auch bei der anstehenden Vorstandswahl 2017 keine Mitglieder bereit erklären, zu kandidieren, schließlich ist dann auch der Posten des 1. Vorsitzenden zu vergeben, könnte dass für den Sportverein das endgültige Aus bedeuten.
Das machte Bernd Lunkwitz, 1. Vorsitzender der SG Elte, schon während seines Geschäftsbericht eindeutig klar: „Dieser Bericht wird anders sein als sonst, Diskussionen sind heute mehr als erwünscht.“ Doch zunächst bedankte er sich für die geleistete Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helfer, der Schiedsrichter und des Vorstands. Er berichtete von der Teilnahme an dem Projekt des Kreises Steinfurt „Klimaschutz in Sportvereinen“ wo die Sportgemeinschaft den 3. Platz belegte. Auch habe es wieder einen regen Austausch mit der Partnerstadt Borne gegeben. Das Dorfpokalturnier der Alten Herren und auch das Dokoturnier seien gut besucht gewesen. Die Kleiderspendenaktion der Bürgerinitiative Dorf.Land.Zukunft. die in den Räumen der SGE stattfand, sei ebenfalls sehr gut von den Elteranern angenommen worden und die Teilnahme am DLZ Sommernachts-Festival habe sich auch für die SG Elte ausgezahlt, denn seit dem Auftritt dort habe der Verein 14 neue Hip Hop Tänzer gewonnen. 
 
Dann kam Lunkwitz auf seine Arbeit als 1.Vorsitzender zu sprechen: Ich bin für die SG Elte bis zu 30 Stunden in der Woche tätig, das ist so aber nicht weiterhin zu bewerkstelligen.“ Er würde im kommenden Jahr nicht mehr zur Wahl stehen und da auch der 2. Vorsitzende, aus persönlichen Gründen, sein Mandat heute abgeben müsse, sähe es für den Verein derzeit nicht gut aus. „Wir sind nur handlungsfähig mit einem 1. und 2. Vorsitzenden!“, betonte Bernd Lunkwitz. Sollte sich also niemand für die Wahl zur Verfügung stellen bliebe nur noch eine außerordentliche Mitgliederversammlung und einen Notvorstand einzuberufen der die Liquidation des Vereins einleiten müsse. Vielleicht können man aber auch neue Wege gehen, sei es im personellen Bereich oder in der Veränderung der Vereinsstruktur. So sei eine Fusion mit einem anderen Verein durchaus denkbar. Leider seien die Gespräche mit der Laufgemeinschaft Elte in dieser Hinsicht noch nicht erfolgreich gewesen. „Ich hoffe wir finden heute Abend eine Möglichkeit den Verein weiterhin am Leben zu halten“, sagte Lunkwitz zum Ende seines Geschäftsberichts.

Es folgten die Berichte aus den Abteilungen. Arthur Schröder, Abteilungsleiter für Tennis, konnte von dem Aufstieg der Damenmannschaft in die Bezirksliga berichten, wo sie einen tollen Mittelfeldplatz erreichten und dass obwohl die Mannschaft gerade erst neu gestartet sei. „Die Mitgliederzahl in unserer Abteilung ist von 78 auf 85 Mitglieder gestiegen, ich hoffe dieser Trend hält an“, so Schröder. Der Abteilungsleiter für Fußball, Andre Görlich, konnte leider keine so guten Neuigkeiten verkünden: „Bei uns läuft es nicht gut! Uns fehlen Nachwuchs und auch Trainer.“ Man habe die B-Jugend mit C-Jugendlichen aufgefüllt um überhaupt eine Mannschaft auf die Beine stellen zu können. Die 2. Mannschaft hätte abgemeldet werden müssen und die Erste sei inzwischen abgestiegen. Auch eine angestrebte Fusion mit dem TV Mesum sei leider nicht zustande gekommen.
Dem gegenüber stand der positive Bericht von der Gymnastik Abteilungsleiterin Stephanie Lake, deren Kurse weiterhin sehr gut besucht seien. Jugendwartin Christine Börger berichtete von der Auflage des Kreissportbundes für den richtigen Umgang mit dem Thema „sexueller Missbrauch im Sportverein“. Die Umsetzung des KSB-Präventionskonzeptes sei nicht so leicht da immer noch einige Führungszeugnisse fehlen würden. 
 
Es folgte der Kassenbericht von Kassierer Jochen Kurnoth. Derzeit sähe das Konto des Vereins nicht so gut aus. Das sei aber auf die größeren Anschaffungen im letzten Jahr zurückzuführen. Außerdem machte der Kassierer darauf aufmerksam dass alleine durch das Ausscheiden von 48 Mitglieder zum 21. Dezember 2015, im nächsten Jahr Mindereinnahmen in Höhe von 4050 Euro auf den Verein zukämen, auch sei die Hallenmiete drastisch gestiegen. Nach dem Bericht wurden Kassierer und Vorstand entlastet. 
 
Nun hatte der scheidende 2. Vorsitzende Carsten Promehl das Wort. Er erklärte dass er, als er 2014 den Posten als 2.Vorsitzender, mit dem Bestreben etwas für den Verein tun zu wollen, annahm, den zeitlichen Aspekt aber stark unterschätzt habe. „Es war eine schöne Zeit aber es gibt da vieles was einfach über das Ehrenamtliche hinaus geht, das kann ich so nicht leisten.“ Er fände es schön wenn die SGE wieder gemeinsam an einem Strang zöge. Auch versicherte er das er sich weiterhin um die Bandenwerbung kümmern werde. Bernd Lunkwitz dankte Promehl für seine geleistete Arbeit und überreichte ein Präsent.

Bei der Vorstandswahl wurde Christina Börger als Schriftführerin bestätigt doch für den 2.Vorsitzenden fand sich kein Ersatz und es begann eine stundenlange Diskussion, bei der sich viele der rund 50 Vereinsmitglieder Luft machten. So sagte zum Beispiel Gisela Voigt: „Ich war 15 Jahre lang im Vorstand, der Verein ist unser Baby und nun sollen wir das einfach so zu Grunde gehen lassen? Ich bin enttäuscht das Niemand diesen Posten übernehmen will.“ Hendrik Schnellenberg entgegnete: „Das schaffe ich nicht neben dem Beruf“ und sprach damit das aus, was viele der Anwesenden dachten. Martin Woltering pflichtete Schnellenberg bei: „Meinen höchsten Respekt für die ganze ehrenamtliche Arbeit aber auch ich könnte das nicht leisten.“ Er machte den Vorschlag die Struktur des Vereins zu ändern. Und so kamen die Vereinsmitglieder überein einige Satzungsänderungen vorzunehmen und einen Arbeitskreis für Struktur zu bilden. Zum Schluss erklärte sich Joki Amnan dazu bereit als kommissarischer 2. Vorsitzender zu fungieren. Damit ist die Liquidierung des Vereins nicht aus der Welt aber immerhin um ein weiteres Jahr verschoben.

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