Dienstag, 19. Juli 2016

Heinrichseiche


-krk- Dreiundzwanzig Jahre ist es nun schon her, dass sich die Elter Schützenbrüder Hörsting, Homann, Kamphues, Lau, Lohaus, Pappert, Pöpping, Schrader, Sendker und Veltmann am Nonnenpädken trafen, um eine
Eiche zu pflanzen. Das Gemeinsame dieser Männer: Sie hörten alle auf den Vornamen „Heinz“ oder „Heinrich“. 
 
Seitdem kommen die Elter Heinrichs, Hendriks, Heinz oder Heiners regelmäßig zum traditionellen Heinrichstreffen an der Heinrichseiche zusammen. So auch am Mittwoch, dem Namensfest des heiligen Heinrichs, als die Männer mit dem schönen Vornamen Heinrich und allen Abweichungen, am Mühlenbach nachschauten, ob die Eiche seit dem letzten Heinrichstag gewachsen und dicker geworden ist. 


Heinz Pöpping begrüßte zunächst die Anwesenden, darunter zwei „Neulinge“ aus Rheine und freute sich, dass, trotz der zahlreichen Regengüsse, so viele Heinrichs gekommen waren, um sich Zeit für ein Plauderstündchen an „ihrer Eiche“ zu nehmen.
Dabei berichtete Pöpping von den Schwierigkeiten die inzwischen sehr stattliche Eiche „vernünftig zu vermessen“. „Zu Anfang kletterte ein Heinrich noch auf eine Leiter um die Höhe der Eiche anzupeilen, dann musste eine lange Angelrute zur Hilfe genommen werden“, erklärt der Elteraner. Im Jahr 2013 wurde Pöpping dann mit einem Hubwagen der Firma Fendesack in die luftige Höhen gehoben. Das war das letzte Mal das der Baum „vernünftig“ vermessen werden konnte. Heraus kam eine Höhe von 14,50 Metern. Damit war die Krone um 85 Zentimeter höher als 2012. In den letzten drei Jahren ist die Heinrichseiche inzwischen so groß geworden, das nur noch der Umfang und der Durchmesser gemessen werden kann. 


Der Umfang der Heinrichseiche,in einem Meter Höhe beträgt aktuell 1,32 Meter und der Durchmesser 44,1 Zentimeter. Ganze sechs Zentimeter kamen, im Vergleich zum Vorjahr, beim Umfang und 2,3 Zentimeter beim Durchmesser dazu. „Passt“, sagte ein Heinrich und schaute auf seinen Bauch, „mehr hab ich auch nicht zugenommen“.

In zwei Jahren soll der Baum zu seinem 25. Geburtstag auch in der Höhe noch einmal „richtig“ vermessen werden. „Ich bin da allerdings auf Hilfe angewiesen, vielleicht hilft ja wieder die Firma Fendesack oder aber die Feuerwehr kommt mit einer Drehleiter“, hofft Pöpping.

Trotz der fehlenden Höhenvermessung ein tolles Ergebnis und so gab es mehr als nur zufriedene Gesichter bei den Heinrichs. Nachdem unter der Eiche noch einmal auf das Wohl der Heinrichs und des Baumes angestoßen wurde, feierten die Teilnehmer ihren Namenstag mit Umtrunk und Grillen in „Pöppings-Speicher“. 

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