Donnerstag, 8. Juni 2017

Vorbereitungen für das Projekt des Stadtteilbeirats Elte laufen auf Hochtouren


-krk- Flüchtlinge, fremde Kulturen, Integration: Kaum ein Thema beschäftigt Menschen zurzeit mehr. Auch der Stadtteilbeirat Elte hat sich gefragt,wie es gelingen kann, dass man sich näher kommt. Und hat eine einfache Lösung gefunden – über
das Kochen.

Mit dem Projekt „Ankommen, Entdecken, Gemeinschaft leben!“ will der Stadtteilbeirat das Flüchtlingsthema aus einer neuen Perspektive betrachten. Aus diesem Grund wurden die Lieblingsrezepte von Menschen, die in Elte leben, gesammelt und daraus ein internationales Kochbuch erstellt.
Ein Ziel des Projekts ist, das die Teilnehmenden über die Themen Ernährung und Kochen zu einem interkulturellen Austausch angeregt werden. Die gemeinsame Zubereitung landestypischer Speisen und das gegenseitige Kennenlernen sollen das Verständnis füreinander stärken und führen dazu, vorurteilsfrei Neues und Ungewohntes entdecken und verstehen zu lernen.

Kochen ist eine wunderbare Art und Weise miteinander ins Gespräch zu kommen“, sagt die 1.Vorsitzende der Stadtteilbeirats, Gertrud Vater. Zusammen mit weiteren Mitgliedern des Stadtteilbeirats und den verschiedensten Vereinen Eltes hat sie dieses Projekt, innerhalb des von der Stadt Rheine und den Stadtwerken zum dritten Mal ausgelobten Stadtteilwettbewerbs „Gemeinsam Zukunft gestalten“, auf den Weg gebracht.
Die Planungen für die Aktion laufen inzwischen auf Hochtouren“, sagt die 1. Vorsitzende. Sowohl die Broschüre der Vereine als auch das, in Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative Dorf.Land.Zukunft. erstellte, Kochbuch seien inzwischen fertiggestellt. Diese würden bei der großen Gemeinschaftsaktion verteilt und verkauft. In der Broschüre, in der sich die Vereine präsentieren und vorstellen, werde Elte einleitend kurz vorgestellt. Zudem fänden sich darin die Namen der verschiedenen Ansprechpartner der Vereine. Die Idee dahinter sei, dass es den Zugezogenen leichter fallen soll, sich einen Überblick in Elte zu verschaffen, sich einfacher im Dorf zurechtzufinden und gleich Anschluss an die Gemeinschaft bekommen.

Parallel zum kochen wird es einen Rundgang durch Elte geben. Der Stadtteilbeirat hat dazu einen Bildersuchgang erstellt, bei dem Jung und Alt, Alteingesessene, Neubürger und Flüchtlinge bunt gemischt sind und das Golddorf (neu) entdeckt werden kann“, berichtet Vater weiter. Die Fotomappen dazu seien ebenfalls schon fertig. „Wir bräuchten aber noch zwei ortskundige Führer, vielleicht meldet sich ja noch jemand?“, hofft Gertrud Vater. Das habe beim letzten Mal auch so gut geklappt. Da habe Helmut Schulte-Walter aus der Zeitung erfahren, das sich die Suche nach dem passenden Standort als schwierig gestalte und bot spontan seine Scheune an. „Für uns ein absoluter Glücksfall!“, freut sich Vater.

Der große Event sei für den 2. Juli geplant. Jetzt ginge es an die Feinabstimmung – wann wird was gekocht und von Wem? Zwei mobile Küchen habe man zwar von der Stadt zur Verfügung gestellt bekommen aber Töpfe, Pfannen, Fritteusen und Kochgeschirr müssten ebenfalls noch organisiert werden. „Ja es gibt immer noch viel zu tun aber wir hoffen das den Leuten unser Event genauso viel Spaß macht wie uns“, sagt die 1. Vorsitzende lachend und fährt fort: „Seien Sie also mutig, bauen Sie Vorurteile in die eine oder andere Richtung ab, entdecken Sie die Rezepte aus aller Welt, auch die heimischen Schätze und freuen Sie sich auf unterschiedliche Menschen mit ihren interessanten Geschichten und ihren tollen Gerichten.“

Wer bei dem Event noch helfen möchte oder sich an dem Bildersuchgang beteiligen möchte, kann sich bei Gertrud Vater Tel.: 05975 300107 oder bei Dr. Henning Wachsmuth Tel.: 0173 5189635 melden.

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