Dienstag, 25. Juli 2017

Graffiti-Leinwände Aktion des DLZ Ferienprogramms


-krk- Auf Knopfdruck zum Künstler werden – wie das geht, erfuhren neun Kinder im Sommerferienprogramm der Bürgerinitiative Dorf.Land.Zukunft., die an dem Kurs „Graffiti-Leinwände“ des
HOT Mesum, in Elte, teilnahmen.
Statt heimlich, still und leise Wände einzufärben und Ärger mit der Polizei zu riskieren, lernten die Kids, durch die Sozialpädagogen des „HOT Alte Dame Mesum“ wie und wo man die Spraydose so einsetzen kann dass das Kunstwerk gut aussieht und vor allem legal ist. 
Mit mindestens einer Sprühdose bewaffnet, ging es los. Ob Name, Lieblingstier, Lieblingsverein oder Blümchen und Herzchen – die Kinder sprayten, beim Ferienprogramm im Garten der St. Ludgeruskirche, auf einfache Leinwände die die Kinder im Anschluss an die Aktion mit nach Hause nehmen konnten. „Gut das es heute so schön warm ist. Drinnen im Gemeindezentrum wäre das glaub ich gar nicht gegangen“, erklärte die 12-jährige Nele und zeigt dabei auf die weißen Maleroveralls in denen sie und die anderen acht Kinder stecken und die zum Teil auch schon die ersten Spuren ihrer kreativen Arbeit tragen.
Die Sozialpädagogen erklärten den kleinen Künstlern zuvor, was beim Sprayen zu beachten ist und dann ging es auch schon los. 20 Sekunden wurden die Sprühdosen kräftig geschüttelt, ein Test ergab, dass sie tatsächlich Farbe versprühen. Nachdem die Kinder sich Schablonen ausgesucht hatten, sprühten sie die Motive auf die Leinwand. Dabei zeigten sie viel Fantasie und kreierten ihre eigenen tollen Graffitis. Vor allem hieß es immer wieder, die Dosen schneller zu bewegen, damit der Farbauftrag nicht zu dick wurde und sich keine „Nasen“ bildeten. 
 Die Arbeiten wurden immer wieder von Anwohnern oder auch zufällig Vorbeikommenden, verfolgt und begutachtet. Auch Pastor Vasilica Pana ließ sich das natürlich nicht nehmen und schaute sich die vielen bunt gestalteten Bilder an. Und weil sie ihm so gut gefielen bat er die Kinder um ein eigens angefertigtes Graffiti für die Kirche. Da er dafür sogar Geld bezahlen wollte, machten sich die Kinder gleich mit großem Eifer an die Auftragsarbeit. „Wenn unser Pastor sagt er gibt dafür Geld, dann gehen wir nachher bestimmt steinreich nach Hause“, meint Emil Ossege grinsend. Er steht jetzt vor der Entscheidung, welche Farbe sein Graffiti zieren soll. Eigentlich ist er schon ziemlich zufrieden mit seinem Bild. Seinem Freund Linus gefällt sein Schriftzug „Jesus“ noch nicht so ganz. „Da muss ich mir noch was einfallen lassen“, sagt er und nimmt gleich zwei Sprühdosen auf einmal in die Hand und legt wieder los. 
 Das macht Spaß“, meint ein weiterer Junge und beschließt, auch nach dem Workshop dem farbigen Hobby treu zu bleiben. „Wann machen wir das nochmal? Ich wäre sofort wieder dabei“, sagt Nele, und Emil und alle anderen Kinder stimmen ihr dabei zu. Dass der Workshop so gut ankommt überraschte dann auch die Sozialpädagogen des HOT und die Organisatorin des Ferienprogramms. Sie kamen überein diese Aktion im nächsten Jahr noch einmal zu wiederholen. Die kleinen Kunstwerke nahmen die Kinder am Ende des Workshops dann stolz mit nach Hause und auch Pastor Pana konnte sich gleich über zwei Bilder freuen.

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