Freitag, 7. Dezember 2018

Konzert "TonwELTEn"


-krk- Chormusik ist auf jeden Fall eine musikalische Kategorie, die die Herzen der Zuhörer am unmittelbarsten erreicht und berührt. Das war am Sonntagabend beim Adventskonzert „Und wenn er wirklich wiederkommt...?“ in der Elter Ludgeruskirche, einmal mehr zu erleben. Der altersgemischte
Chor „TonwELTEn“ stimmte mit Liedern, und kleinen Geschichten auf Weihnachten ein und startete damit gleichzeitig die schöne Tradition des Lebendigen Adventskalenders in Elte.
Wer zehn Minuten vor Konzertbeginn noch einen Platz suchte, hatte Schwierigkeiten diesen in der voll besetzen Kirche zu finden. Und so konnten die Chorleiterinnen Heike Hesel, Sabine Overesch und Laura Wilde weit über 200 Besucher begrüßen, die die harten Kirchenbänke den bequemen Fernsehsesseln Zuhause vorzogen - und diese Entscheidung auch nicht bereuten.
 Für einen besinnlich-ruhigen Auftakt sorgte das Geigensolo von Laura Wilde. Und schon das erste Lied des Chores „Carol of the Bells“ von Komponist Mykola Leontovych, das eines der wohl bekanntesten englischen Weihnachtslieder ist, sorgte bei den Zuhörern für Gänsehaut. Es folgten „Grown up Chrismas List“, „Whan love was born“und „A Chrismas Blessing“ aber auch deutsche Lieder wie „Silber und Gold“ oder „Und wenn er wirklich wiederkäm“ vervollständigten das Repertoire des Chores. Im Laufe des Konzertes zeigte der Chor seine ganze Vielfalt: ob als gesamter Chor, a cappella oder aber auch im Solo. Begleitet wurden die Frauen dabei von Laura Wilde (Klavier und Geige) und von Sabine Overesch (Gitarre).
Zu den gesanglichen Höhepunkten an diesem Abend gehörten „Immanuel“ und „Hallelujah“. Aber der wirklich große Moment war, als der Chor den bekannten Gospelsong „Amazing Grace“ anstimmte (vor dem die Chormitglieder schon im Vorfeld großen Respekt hatten). Mögen die Hände geschwitzt und die Beine auch noch so gezittert haben, den wunderbaren Stimmen der Sängerinnen war das Lampenfieber dabei nicht anzuhören.
Zwischen den Liedern gab es die ein oder andere kleine Geschichte, mal zum nachdenken mal zum lachen, aber immer mit weihnachtlichem Hintergrund. So berichtete Lisa Overesch von dem Besuch des Jugendamtes in einem Stall in Bethlehem. Dort wurde ein Säugling gefunden, dessen Eltern - ein Schreiner aus Nazareth und eine unmündige 14-Jährige - vorläufig festgenommen worden seien.
Diese Mischung aus populären Weihnachtsliedern und adventlichen Geschichten machte das Konzert des Chors zu einem ganz besonderen. Die Besucher quittierten es deshalb am Ende auch mit langem Applaus und der Forderung nach gleich drei Zugaben. Maria Schröder gefiel besonders das Lied „Immanuel“. „Ich bedauere richtig, dass ich kein Englisch verstehe. Das Lied war so toll “, schwärmte sie und freute sich umso mehr, dass sie das Lied in einer der Zugaben noch einmal hören durfte.
Im Anschluss an das kostenlose Konzert spendeten die Besucher für den Hospizdienst Königskinder aus Münster. Auch der Erlös vom Verkauf der weihnachtlichen Holzdekorationen, von Heinrich Bülter, ging zu Gunsten des Hospiz. Insgesamt konnten so fast 1600 Euro gespendet werden. Zum Abschluss des gelungenen Abends gab es für die Gäste und Sänger, vor den Toren der Kirche, dann noch eine Tasse Tee oder Glühwein. 
 
Wer jetzt so richtig Lust bekommen hat, sich auch weiterhin weihnachtlich einzustimmen, kann das am kommenden Wochenende tun. Denn schon am Samstag lädt die Projektgruppe „Jung und Alt“ der Bürgerinitiative Dorf.Land.Zukunft. zu einem weiteren Lebendigen Adventskalender am Naturlehrpfad ein. Diesem folgt am Sonntag dann das Konzert „Advent kürt platt“ mit den UHU´s (unterhundertjährigen Sänger) und Kiepenkerl Heinz Hesping in der St. Ludgeruskirche. Beginn ist jeweils um 17 Uhr.




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