Dienstag, 5. Februar 2019

Ein neues Wagenbaukapitel wird aufgeschlagen…

-krk- Es sind nur noch wenige Wochen, bis sich am 4. März der große Rosenmontagsumzug, mit den bunten und fantasievollen Wagen durch die Straßen von Rheine schlängelt. Darunter natürlich auch der Wagen der Karnevalsgesellschaft Elte.

Gestaltet wird dieser von den engagierten Wagenbauern des Vereins. Bislang kümmerte sich Henny Sprengers in seiner
Funktion als Wagenbaumeister um die Umsetzung des jeweiligen Mottos und übernahm auch die Verantwortung für das Bühnenbild. Wie vielseitig die Aufgaben eines solchen Postens sind, erfährt gerade seine Nachfolgerin Kathrin Rengers. „Wahnsinn was alles so dazu gehört“, sagt die 29jährige etwas überrascht. Instandsetzung und Reparatur, erforderliche Anpassung und Umgestaltung des Wagens an die jeweilige Session, Wagenbeladung, Besorgung der Zugmaschine und eben auch die Bühnengestaltung für die große Galasitzung im Festzelt auf dem Elter Dorfplatz. Eine weitere Aufgabe für den Rosenmontagszug besteht darin, sich um die Wagenabnahme zu kümmern und den Bürokram (Schriftverkehr, Genehmigungen, TÜV etc.) zu erledigen. 
 Wie – eine Frau als Wagenbaumeister?“ wird sich jetzt wohl mancher fragen. Doch wer die Elter Karnevalsgesellschaft kennt, der weiß daran ist nichts ungewöhnlich. Schon seit Jahren arbeiten sowohl Männer als auch Frauen im Wagenbauteam Hand in Hand zusammen. Mit viel Engagement und jeder Menge Spaß bringen sie hier ihre Ideen an einen Tisch, besprechen diese und setzen sie auch um. Auch die Arbeitsaufteilung verläuft nicht wie in vielen Vereinen sonst üblich zwischen den Geschlechtern. „Bei uns macht jeder alles, egal ob malen, schrauben, hämmern oder sägen“, berichtet Rengers stolz. Das Team bestünde derzeit nur aus wenigen „Permanenten“ und so sei es klasse das jeder genau da mit anpacken könne wo Not am Mann beziehungsweise an der Frau sei.

Gebaut wird in der Halle von Heinrich Wieskötter, der selbst von Karnevalsbazillus infiziert wurde und fleißig mitbaut, malert und schweißt. Zum Team von Kathi, Henny und Heinrich gehört auch noch Karin Kühling. Markus van der Giet der sonst fast immer mit von der Partie war, machte sich in diesem Jahr etwas rar, da er als neuer Sitzungspräsident der KUR viele weitere Aufgaben übernehmen musste. Dann gibt es noch Helfer wie Martin und Anja Woltering, Klaus Paradies, Horst Rautenstrauch, Leo Schürhörster und Maren Schnöing die sich aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen leider nur selten miteinbringen können.
In diesem Jahr sei man bereits Ende August mit den ersten Arbeiten angefangen. Dazu gehörte das Abschleifen der Bühnenplatten und auch des Wagens. Darauf folgte das Grundieren mit weißer Farbe. „Das war in diesem Jahr richtig toll. Die Farbe trocknete so schnell dass wir gleich nochmal drüber malern konnten“, erinnert sich Rengers gerne. Oft sei es nämlich in den Wintermonaten so kalt in der Halle, das die Farbe am Pinsel oder an der Rolle festfrieren würde. Doch auch durch kalte Nasen und dreckige Finger lassen sich die Wagenbauer nicht davon abhalten, einen attraktiven Wagen für den Karneval zu bauen.
Jetzt fehlt nur noch die TÜV Abnahme. Reine Formsache, denn auf alle Vorschriften und Sicherheitsaspekte haben die Wagenbauer in all den Monaten selbstverständlich geachtet. Und sollte es doch einmal Schwierigkeiten oder Fragen geben kann Kathi natürlich immer auf Henny´s unverzichtbare Erfahrungen als langjähriger Wagenbaumeister zurückgreifen.


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