Dienstag, 26. Februar 2019

Elte vermüllt immer mehr


-krk- Das Naturschutzgebiet rund um die Flagenstraße in Elte entwickelt sich seit einiger Zeit zunehmend zur wilden Müllkippe: Diesmal haben Unbekannte verschiedene Bodenbeläge auf einer von Heinz-Josef Fiedler gepachteten Wiese entsorgt. Leider ein immer wiederkehrendes Thema.  
Das ist mir unbegreiflich. Man kann
seinen Müll doch am Bauhof abgeben, das ist meist sogar kostenlos“, sagt Fiedler. Der Elteraner ist stinksauer und kann nun auch den Ärger der Anwohner der Flagenstraße und des Pfifferlingsweg verstehen, die sich schon länger über die zunehmenden wilden Müllkippen aufregen. Am Sonntag entdeckte er den Haufen Unrat und informierte am Montagmorgen auch gleich das Ordnungsamt und die Elter Bürgerinitiative Dorf.Land.Zukunft. (DLZ), die sich derzeit darum bemüht das Müllproblem in Elte in den Griff zu bekommen. Dem Landwirt der seinen Hof in Heine betreibt ist inzwischen auch schon aufgefallen dass das Problem mit dem Müll immer mehr zu nimmt. „Im letzten Jahr habe ich in meinem Maisfeld sogar einen bis oben gefüllten Ölbehälter gefunden, den ich dann auf meine Kosten entsorgen musste“, berichtet er aufgebracht.
Was hier in Elte einfach in den Wald oder an die Emsufer gekippt wird, das ist einfach unfassbar“, sagt auch Sigrid Popp-Drescher. Schon seit langem sieht sie den Berg an Grünabfällen am Flurweg, an dem sie ihre Pferdewiese hat, stetig anwachsen. 

Rosenkohlblätter auf Kartoffelschale, Ganze Kartoffeln mit Tulpengrün, Kunststoff-Weihnachtsbaumnetz mit Nadelzweigen – an kreativen Ideen mangelt es in der Elter Natur nicht. Auch in dem kleinen Waldgrundstück das dort direkt an die Brückenstraße grenzt, werden seit Monaten säcke- oder schubkarrenweise Gartenabfälle abgelegt. Küchenabfälle wie Kartoffeln, Rosenkohl, Maiskolben, ganze Tannenbäume und jede Menge Grünschnitt werden in die Landschaft gekippt. „Vor einiger Zeit habe ich da sogar einen riesigen Teppich liegen sehen, denken die denn echt der vergammelt da“, fragt sich die Naturschützerin kopfschüttelnd. Doch scheinbar ist es wohl so dass der Weg in den Wald näher ist, anstatt die Garten-und Küchenabfälle zu kompostieren oder den Teppich gegen eine geringe Gebühr am Bauhof entsorgen zu lassen.
Um nun endlich etwas gegen die Vermüllung zu tun, plant die Bürgerinitiative am 23. März eine große Säuberungsaktion im Naturschutzgebiet. Da an diesem Tag auch die Aktion „Sauberes Elte“ läuft möchte sich die Initiative mit den anderen teilnehmenden Vereinen und Personen vernetzen. „Es wäre toll wenn sich viele freiwillige Helfer daran beteiligen, um uns und damit das Dorf Elte zu unterstützen, egal ob Kind, Erwachsene oder Rentner“, sagen die Mitglieder des DLZ Vorstands. Damit sich das Ganze besser planen lässt und um eine Übersicht der teilnehmenden Helfer und Vereine zu bekommen bittet die Bürgerinitiative um eine zeitnahe Anmeldung unter Tel.: 05975 9191966.



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