Mittwoch, 20. März 2019

Immer mehr Kröten unterwegs in Elte

-krk- Die nun wieder steigenden Temperaturen lassen pünktlich zum Osterfest die Amphibien wandern. Trotz des Fangzaunes und einiger freiwilliger Helfer, die die Kröten sicher über die Südstraße zu ihrem Laichgewässer bringen, sind auch die
Autofahrer gefordert. Denn da die Tiere meist nachts bei Dunkelheit nicht nur über die Südstraße sondern auch über weitere Fahrbahnen wandern, werden jedes Jahr viele von ihnen überfahren. 

Schon sehr früh ging es in diesem Jahr los. Wo die Südstraße die Wanderwege von Fröschen und Kröten kreuzt, haben Naturschützer bereits vor Wochen einen Zaun aufgestellt und Eimer in den Boden gegraben. Doch bei den dann fallenden Temperaturen blieb der Ansturm der Amphibien in den letzten zwei Wochen weitestgehend aus. Das wird sich ab jetzt aber wieder ändern - denn der Frühling schickt seine ersten Boten voraus.

Inzwischen gibt es allerdings auch einen weiteren Krötenwanderungs – Brennpunkt in Elte. Denn am „Hermannsweg“ und an der angrenzenden Straße „Zum Weddenfeld“ ziehen die Kröten ebenfalls aus den Wäldern in ihre Laichgewässer, in die Teiche des Forellenhofes. Schon in Höhe des Heimathauses versuchen die Amphibien die Landstraße zu überqueren und geraten schnell unter die Räder. Früh morgens fahren hier sowohl Anwohner als auch zahlreiche Autos eines dort ansässigen Kurierdienstes vorbei. Trotz vieler Warnschilder, die eine Anwohnerin dort anbrachte, wurden bereits über 150 Kröten tot gefahren. 
 Dieselbe Anwohnerin ist derzeit die Einzige die sich die Mühe macht die Tierchen einzusammeln und am Laichgewässer aussetzt.

Um nun Abhilfe zu schaffen hat die Bürgerinitiative Dorf.Land.Zukunft. (DLZ) Kontakt zum NABU aufgenommen, um auch hier einen Zaun zu installieren. Leider konnte dieser so kurzfristig keinen zur Verfügung stellen und eine Neuanschaffung wäre sehr teuer. Das informierte Ordnungsamt wies jedoch umgehend die Technischen Betrieb an, Schilder mit dem Warnhinweis „Krötenwanderung“ aufzustellen. Dieses wurde von den TBR bereits nur einen Tag später umgesetzt. „Eine Teilsperrung des Wirtschaftsweges, in Höhe der Felder und des Waldes, konnte wegen den „nicht vorliegenden rechtlichen Voraussetzungen“ leider nicht vorgenommen werden. Daher möchten wir alle Autofahrer bitten zumindest diesen Streckenabschnitt ganz zu meiden und in dem nicht zu umfahrenden Bereich Rücksicht auf die kleinen Wanderer zu nehmen“, sagt ein Mitglied des DLZ Vorstands.
Wer noch einen Krötenzaun (oder Ähnliches) zur Verfügung stellen könnte oder beim einsammeln der Kröten helfen möchte, kann sich bei Karin Kühling unter Tel.: 05975 9191966 melden.

 



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