Mittwoch, 10. April 2019

Projekt Mitfahrbänke nimmt an Fahr auf


-krk- Wer auf dem Dorf groß geworden ist, kennt das Problem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Entweder gibt es keine oder sie fahren nur sehr selten. Die typische Lösung ist ein eigenes Auto, das muss man sich aber leisten können. Um Abhilfe zu schaffen kam die
„Osterfeuergruppe“ rund um Maik Bischof auf die Idee zwei Mitfahrbänke in Elte aufzustellen.

Gibt es ein Problem, dann muss man sich halt was einfallen lassen und wenn die großen Verkehrsbetriebe nicht einspringen können oder wollen, hilft man sich im Dorf eben untereinander“, erklärt Bischof der auch Mitglied in der Bürgerinitiative Dorf.Land.Zukunft. ist. Auf die Idee mit den Mitfahrbänken sei er bei einem Zeitungsartikel zum Thema: Dorfentwicklung gestoßen. „Unser Dorf soll sich natürlich auch weiterentwickeln“, meint er, und die Idee mit den Mitfahrbänken erschien ihm relativ einfach zu realisieren. Nicht allein, versteht sich. Sein Osterfeuerteam - Marc und Ludwig Freckmann, Frank Thiemann, Markus Quiel, Gerrit Schürhörster, David Rammes, Matthias Fendesack, Matthias Schnellenberg und Anton Fendesack - steht ihm dabei jederzeit zur Seite.
Nachdem die Gruppe die Bestätigung der Leitstelle Klimaschutz Rheine für die finanzielle Unterstützung erhielt, konnte mit der konkreten Planung der Bänke begonnen werden. Dazu gehörte unter anderem die Standortsuche und die Erlaubnis der Stadt Rheine diese überhaupt dort aufzustellen. Auch die Zustimmung der Tankstelle Homann wurde eingeholt, da eine der Bänke auf deren Grundstück aufgestellt werden sollte. Dann musste noch das Aussehen der Mitfahrerbänke festgelegt werden. Schnell waren sich die Beteiligten einig, dass die Bänke sich in das bestehende Ortsbild einfügen und somit aus Sandstein und Holz gefertigt werden sollten. Passende Steine wurden als Halterung für die Bänke ausgewählt und bereits im November mit einem festen Fundament installiert.
Schon damals waren die Bänke das Gesprächsthema Nummer Eins in Elte“, sagt Maik Bischof stolz und auf Grund eines gut funktionierenden Gemeindelebens sei er sicher, dass die Mitfahrbänke gut angenommen würden. „Ich sehe die Mitfahrbänke als eine Chance für die Dorfgemeinschaft – wer gemeinsam wartet, hat Gelegenheit, um miteinander ins Gespräch zu kommen und somit sind unsere Bänke nicht nur generationsübergreifend sondern auch ein Ort der Begegnung!“ 
Am vergangenem Wochenende konnte Bischof nun die extra angefertigten Winkel und Sitzflächen anbringen. Damit man die Bänke auch gut erkennt, sollen sie noch mit Schildern versehen werden, die sie als „Haltestelle“ ausweisen; dazu kämen Schilder aus Metall, auf denen das Fahrtziel Mesum oder Rheine zu lesen sein sollen. „Wir müssen noch das Problem mit dem Mechanismus der zu wechselnden Schilder lösen“, erklärt der Elteraner. Doch dass soll nicht mehr all zu lange dauern, so das die Bänke schon bald zum Einsatz kommen können.


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